Freibäder: Entscheidung über Sanierung erst im Frühjahr

Christian Geselle

Kassel. Bis Ende des Jahres wollte Oberbürgermeister Bertram Hilgen entscheiden, was mit den Freibädern in Bad Wilhelmshöhe und Harleshausen passiert. Doch daraus wird nichts. Im Eingabeausschuss der Stadt wurde eine Entscheidung auf das Frühjahr vertagt.

Die Fraktionen schoben sich gegenseitig den Schwarzen Peter zu. Eigentlich ging es um die Eingaben von Bürgern: Aus Harleshausen kam die Forderung, dass der Magistrat bis Ende März ein Konzept für die Sanierung der Freibäder vorlegen soll, aus Bad Wilhelmshöhe der Antrag, dass Freibad dort zu erhalten.

Alle Hintergründe zu den Kasseler Freibädern finden Sie hier.

Dass sie diesen Wünschen gern nachkommen würden, betonten fast alle Fraktionen. Allerdings sagt bisher niemand, woher das Geld kommen soll. „Keine Partei hat bisher einen Änderungsantrag für den Haushalt 2013 gestellt“, sagte Christian Geselle, Vize-Fraktionschef der Sozialdemokraten. Sobald der Magistrat eine Summe für 2013 nenne, bringe man das noch ein, kündigte Georg Lewandowski (CDU) an. Stadtkämmerer Jürgen Barthel (SPD) spielte als Vertreter des Magistrats den Ball zurück: Man habe alle Hausaufgaben gemacht.

Dass eine endgültige Entscheidung vertagt wurde, war nicht überraschend. Bereits im Vorfeld hatten die Bündnispartner SPD und Grüne dem Vernehmen nach eine Vereinbarung geschlossen: Man wolle bis zum März 2013 Vorschläge zur Sanierung erarbeiten. Ziel sei, die über den Haushalt 2014 oder durch eine andere Lösung zu finanzieren.

Doch trotz der Vereinbarung bleibt die Position der Sozialdemokraten bestehen: „Wir sind nach wie vor der Überzeugung, dass die Stadt angesichts der finanziellen Rahmenbedingungen nicht beide Bäder erhalten kann“, sagte Christian Geselle. Es gehe vielmehr darum, das Thema bei der aktuellen Debatte um Haushalt und Schutzschirm auszuklammern. Bis zum Frühjahr könne man weitere Untersuchungen abwarten und die Situation überdenken. Im März müsse dann eine Entscheidung her: „Da kann man die Bürger nicht mehr hinhalten.“

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