Pressesprecher Hans-Jürgen Schweinsberg verlässt das Rathaus

Nach 34 Jahren: Die Stimme der Stadt geht

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Geht in den Ruhestand: Kassels langjähriger Pressesprecher Hans-Jürgen Schweinsberg (60) wird am heutigen Freitag im Rathaus verabschiedet.

Kassel. Vier Oberbürgermeistern hat er gedient, ein Dutzend Stadtbauräte kommen und gehen sehen. Am heutigen Freitag verabschiedet sich Hans-Jürgen Schweinsberg, seit 1979 Pressesprecher der Stadt Kassel, in die passive Phase der Altersteilzeit.

Beim Wechsel von der HNA-Lokalredaktion ins Rathaus dachte der Journalist an drei bis vier Jahre auf der anderen Seite des Schreibtischs. Es sind fast 34 Jahre daraus geworden. „Das habe ich nie bereut“, sagt der 60-Jährige.

Aufgewachsen in Wehlheiden, besucht er die Albert-Schweitzer-Schule und die von Hartungsche Privatschule. Nach dem Abi geht er zwei Jahre als Zeitsoldat zur Bundeswehr, kommt dann als Volontär zur HNA, bekommt nach der Ausbildung 1976 eine Redakteursstelle in der Kasseler Lokalredaktion.

1978 schickt der damalige Lokalchef Rolf Effenberger den jungen Redakteur ins Rathaus: „Der OB will Sie mal sehen.“ Doch Oberbürgermeister Hans Eichel hat gar keine aktuellen Nachrichten, sondern ein Angebot. Er will „hjs“ zur Verstärkung der Öffentlichkeitsarbeit ins Rathaus holen. Im Februar 1979 startet der Oberleutnant der Reserve seine Karriere in der Verwaltung.

Seither hat er stets an verantwortlicher Stelle und seit 1992 an der Spitze der siebenköpfigen Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit die Stadt Kassel publizistisch vertreten. Er war ein Teamarbeiter, der sich nie in den Vordergrund drängte, die Bühne den von ihm professionell beratenen Kommunalpolitikern überließ. Die Liebe zu seiner Heimatstadt war ihm Leitsatz: „Macht Kassel nicht so schlecht, es macht Spaß, hier zu leben.“

Den Oberbürgermeister, der ihn heute verabschiedet, kennt Hans-Jürgen Schweinsberg noch aus jener Zeit, als Bertram Hilgen als rechte Hand von Hans Eichel seinen Dienst im Rathaus antrat. Nach dem Abschied wird er wohl mit seinem Welsh-Terrier „Bruno“ beim Spaziergang frische Luft schnappen gehen und dann in Ruhe auf die Lieferung des bestellten Wohnmobils warten. Damit wird er dann öfter mal mit Ehefrau Renate zur Tochter nach Hamburg fahren. Dort will der Großvater mehr Zeit mit der einjährigen Enkeltochter verbringen. Und nach Italien soll es gehen, weit in den Süden und so lange, wie die Fahrt Spaß macht. (ach)

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