BGH erklärt Schuldspruch für rechtskräftig

Strafe im Fall Gerth wird neu verhandelt

Kassel / Karlsruhe. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe hat das Urteil im Mordfall Anita Gerth teilweise aufgehoben. Gegen das Urteil des Kasseler Landgerichts hatte der Angeklagte Robert D. Revision eingelegt. Diesem Antrag gaben die Bundesrichter in Teilen statt. Die Verurteilung wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe ist jedoch rechtskräftig.

Das Landgericht müsse nun darüber verhandeln, wie ein so genannter Härtefallausgleich für Haftstrafen zu erfolgen hat, die Robert D. in der Zwischenzeit verbüßt hat, teilte der Sprecher des Landgerichts Horst-Ulrich Schönhofen mit. Vor dem Mordprozess im Fall Gerth war Robert D. wegen anderer Taten zu einer Haftstrafe von achteinhalb Jahren verurteilt worden. Aus allen Taten hätte eine Gesamtstrafe gebildet werden müssen. Weil D. die frühere Strafe aber bereits vollständig verbüßt hat, war das nicht mehr möglich. Aus diesem Grunde müsse nunmehr der Härteausgleich erfolgen, entschieden die Bundesrichter.

Die Sechste Strafkammer des Landgerichts hatte es im März 2009 als erwiesen angesehen, dass Robert D. vor nahezu 27 Jahren die 33-jährige Anita Gerth in ihrer Wohnung in Wehlheiden ermordet hat, um eine zuvor begangene Sexualstraftat zu verdecken. Dafür verurteilten ihn die Richter zu lebenslanger Freiheitsstrafe. Bis zuletzt hatte D. die Tat bestritten. (clm)

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