Es gibt aber auch Schattenseiten

Milder Winter: Straßen blieben ganz, geheizt wurde nur auf Sparflamme

Kassel. Es grünt und blüht, die Lebensgeister erwachen, und auch der Geldbeutel kann sich erholen. Der milde Winter und der vorgezogene Frühlingsbeginn haben spürbare Vorteile.

So sparten Kasseler Privathaushalte nach Angaben der Städtischen Werke bei der Fernwärme etwa acht Prozent und bei Erdgas etwa neun Prozent im Vergleich zum vorigen Winter ein.

Der Kunde werde dies allerdings auf seiner Rechnung allenfalls dann spüren, wenn sein Abrechnungszeitraum in die Winterperiode fällt, sagt Werke-Sprecherin Heidi Hamdad. Werde beispielsweise Mitte März abgerechnet, schlage darin auch das frostige Frühjahr 2013 zu Buche.

Auch die Fahrgäste der KVG hätten von diesem milden Winter profitiert. So sei es weit weniger zu Verspätungen oder gar Fahrtausfällen gekommen als im schnee- und eisreichen Vorwinter. Hamdad: „Ein so drastischer Wintereinbruch wie Ende Januar 2013, als wir an einem Tag stundenweise komplette Linien stilllegen mussten, blieb völlig aus.“

Deshalb sparte auch die Kasseler Verkehrsgesellschaft an Streusalz und Frostschutzmitteln, aber auch Energie, denn Fahrzeuge und Weichen mussten weniger beheizt werden. Erfreulich seien auch geringere Schäden in den Fahrzeugen, beispielsweise weil den Fahrgästen weniger aggressives Streusalz an den Sohlen klebte.

Wenn sich der erste Eindruck bestätigt, dürften nach diesem Winter auch keine außergewöhnlichen Schäden an den Freibädern zu erwarten sein. Auch die Kasseler Straßen haben diesen Winter besser überstanden als den eisigen Vorgänger. So gibt es deutlich weniger Schlaglöcher und Reparaturbedarf als in den Jahren zuvor.

Dennoch hat der milde Winter auch Schattenseiten: Die Schonfrist für Pollen-Allergiker ist deutlich kürzer und die Gefahr durch Zecken ist größer. Und Skifahren auf dem Hohen Gras war nur ein paar Tage möglich. (hei)

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