Nach Glätte droht Hochwasser

Kassel. Aufgrund extremer Straßenglätte wurde gestern Morgen der Busverkehr in der Stadt Kassel und Umgebung unmittelbar nach Betriebsbeginn gegen 4.20 Uhr wieder eingestellt. Nach Angaben von Heidi Hamdad, Sprecherin der KVG, rückten weitere Busse zum Teil gar nicht aus den Depots aus.

Einige Busfahrer erhielten von der Leitstelle der KVG aus Sicherheitsgründen die Anweisung, ihre Fahrt zu unterbrechen und mit ihren Fahrzeugen am Straßenrand weitere Entwicklungen abzuwarten.

„Erst ab etwa 6 Uhr begann sich der Busverkehr allmählich wieder zu normalisieren, es kam jedoch auch weiter zu Verspätungen und Umleitungen“, sagt Hamdad. Zum Teil ersetzte die KVG auf Steigungs- und Gefällstrecken die großen Schubgelenkbusse durch kleinere und leichtere Standardlinienbusse. Ab 7.30 Uhr fuhren die Busse im Stadtgebiet Kassel wieder nach Plan.

Mit den steigenden Temperaturen am Wochenende wird das Glatteisrisiko jetzt durch Hochwassergefahr abgelöst. Das Dezernat Wasserwirtschaft beim Regierungspräsidium (RP) Kassel hat am Donnerstagnachmittag eine entsprechende Vorwarnung an die Stadt, die Landkreise und weitere Behörden herausgegeben. Gestern Nachmittag war der Pegelstand der Fulda noch im normalen Bereich.

„Bei der Messstelle in Guntershausen haben wir am Donnerstag einen Pegelstand von 1,50 Meter gemessen“, sagte Dr. Martin Marburger, Dezernent im RP. Derzeit gehe man davon aus, dass in Kassel und Umgebung das Hochwasser „eher glimpflich“ verlaufe. Das hänge aber auch von den Temperaturen und der weiteren Niederschlagsmenge ab, sagt Marburger.

Beim RP rechnet man damit, dass frühstens am Sonntagabend der Wasserstand spürbar angestiegen ist und die Warnstufe 1 für die Fulda in Kassel ausgerufen wird. Die Warnstufe 1 entspreche einem Pegelstand von 3,80 Meter. Bei diesem Wasserstand spreche man von einer beginnenden Ausuferung beziehungsweise beginnendem Hochwasser.

Wohngebiete seien bei solch einem Stand vom Hochwasser noch nicht betroffen, sagt Marburger. (use)

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