Mit Strickkunst verschönern Schülerinnen der Kasseler Reformschule die Innenstadt

Straßenlaternen sind jetzt Blickfang

Bunte Wolle als Schmuck: Die Reformschülerinnen Franziska Pappert (links) und Wanda Heimbs vor dem oberen Teil einer von ihnen verschönerten Straßenlaterne in der Königsstraße. Foto: Zgoll

KASSEL. Wer genau hinschaut, entdeckt die Initialen: MLWF. Sie stehen für Mira, Lya, Wanda und Franziska. Die Anfangsbuchstaben ihrer Namen haben die Mädchen eingestickt – in die beiden jeweils sieben Meter langen, bunten, selbst gestrickten Schals, mit denen sie zwei Laternen in der Innenstadt „umgarnt“ haben.

„Damit wollten wir die graue City ein bisschen schöner, bunter, attraktiver machen“, erzählen die Mädchen, die die 10. Klasse der Reformschule besuchen. Im Rahmen eines Kunstprojekts hatten sie die Idee, zwei Laternen mit „Strickkunst“ zum Blickfang zu machen. Die Schülerinnen Mira Piotrowski, Lya Meier-Dietrich, Wanda Heimbs und Franziska Pappert sammelten Wollspenden bei Lehrern, Eltern, Mitschülern. „Dann haben wir losgestrickt“, berichten sie. Drei Wochen lang strickten sie Tag und Nacht. Der Strickclub des nahe gelegenen Seniorenheims unterstützte das Projekt mit gestrickten Quadraten, die die Mädchen einarbeiteten. Stricken ist absolut in, stellen sie klar. Da sie für ihr Vorhaben eine Erlaubnis brauchten, marschierten die vier ins Rathaus.

Da wusste erst mal keiner, wer zuständig ist, erzählen sie. Dann aber, nach einer kleinen Odyssee, bekamen die „Strickkünstlerinnen“ jede Menge Unterstützung von der Stadt, den Städtischen Werken und der Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG). So durften sie von einem Hubwagen aus selbst die Riesenschals über die Laternen an der Königsstraße/Treppenstraße streifen. Ein Jahr lang sollen sie dort zum Verweilen einladen, wünschen sich die Mädchen.

Von Sabine Oschmann

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