Mönchebergstraße: Interessen der Anwohner fließen mit ein

Straßenumbau startet frühestens 2011

Susanne

wesertor. Stadt und Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG) wollen die Mönchebergstraße einschließlich der Bereiche Mittelring und Eisenschmiede im Stadtteil Wesertor umbauen. Anlass ist die Verlegung des Haupteingangs des Klinikums Kassel im Zuge des Umbaus des kommunalen Krankenhauses.

Radwege

Übersichtlicher, sicherer, barrierefrei, mit mehr Grün und Radwegen planen die Fachleute zum Beispiel Bereiche der Eisenschmiede, aber auch die KVG-Haltestellen an der Simmershäuser Straße, am Klinikum und am Mittelring.

Die KVG-Vertreter Sabine Heise und Bruno Jerlitschka stellten dem Ortsbeirat Wesertor jetzt ein erstes Konzept vor, das vor allem die Schwachstellen aufzeigt. Der Baubeginn, für den man sich mit dem Klinikum abstimmen müsse, sei frühestens im Jahr 2011.

Der vielbefahrene und unübersichtliche Verkehrsknotenpunkt Eisenschmiede/Mönchebergstraße/Simmershäuser Straße soll verbessert und künftig sicherer werden. An der Haltestelle Simmershäuser Straße sei die Straße viel zu eng, der Straßenverkehr staue sich, Fußgänger bräuchten mehr Möglichkeiten, die Straße sicher zu überqueren. Außerdem fehle dort ein Radweg.

An der Haltestelle Klinikum sei es eng und gefährlich durch viel Verkehr, querende Passanten, Straßenbahnnutzer und die wartenden Taxis. Im Bereich der Hauptzufahrt des größten Krankenhauses der Region staue sich der Verkehr bis auf den Bürgersteig.

Gefahr am Mittelring

Für eine Verbesserung der Haltestelle Mittelring setzte sich vehement Anwohnerin Susanne Beck ein. „Das ist hier mehrmals am Tag furchtbar gefährlich“, berichtete die Seniorin. „Die Autofahrer erkennen die Haltestelle viel zu spät.“

Jerlitschka bestätigte dies. „Der Mittelring ist unser gefährlichster Haltepunkt überhaupt“, sagte er. Niederflurbahnen auf der Straßenbahnlinie 7 werde es erst ab dem Jahr 2012 geben. Aber pünktlicher solle die Linie 7 schon bald werden.

Fragebogen verteilt

Die Stadt will die Interessen der Anwohner der Mönchebergstraße bei den Umbauplänen mit einbeziehen. Daher hat sie Fragebogen für die Bürgerbeteiligung erstellt. Beim Verteilen hat es allerdings eine Panne gegeben. In etwa 100 Haushalten seien die Unterlagen mit den Antwortumschlägen nicht angekommen.

Auf entsprechende Reaktionen der Bürger habe die Stadtverwaltung aber schnell reagiert, teilte Stadtbaurat Dr. Joachim Lohse auf Anfrage mit. Per Boten seien den betroffenen Haushalten die Unterlagen nachgeliefert worden.

Mehr Parkplätze, barrierefreie Überwege, breitere Bürgersteige, Niederflurbahnen, separater Taxistand und Schutz vor Lärm und Schmutz während des Umbaus - dies sind erste Wünsche der Anwohner-Befragung.

Foto: Oschmann

Wer Fragen hat zum Umbau der Mönchebergstraße, kann sich unter Tel. 787-3056 an das städtische Straßenverkehrs- und Tiefbauamt wenden.

Von Sabine Oschmann

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