Beschäftigte im Öffentlichen Dienst streiken 

Streik in Kitas in Kassel: Improvisieren fürs Kind

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Die Kita-Schließung stellt für sie kein Problem dar: Heiko Schink und Sohn Lenny (3) mit Hunde-Dame „Heidi“ am Eingang vor dem Kinderhaus Landaustraße in der Südstadt.

Kassel. Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst streiken. Weil darunter auch Erzieherinnen sind, bleiben am heutigen Dienstag in Stadt und Landkreis Kassel zahlreiche Kindergärten und Horte geschlossen.

Teils werden Notdienste angeboten. Doch für die meisten Eltern von Kita-Kindern ist wieder Improvisation angesagt. Sie müssen sich um eine alternative Betreuung ihrer Lieben kümmern.

Einige Mütter und Väter nehmen kurzfristig frei – und betreuen noch Kinder von Freunden mit. In anderen Familien springen erneut Oma und Opa ein, haben uns am Montag Eltern berichtet, die von einer Kita-Schließung betroffen sind. Für manche Familien stellt es aber kaum ein oder gar kein Problem dar, einen Tag ohne Kita zu organisieren. So zum Beispiel für die Schinks aus der Kasseler Südstadt. Sohn Lenny besucht das Kinderhaus Landauerstraße, das heute ebenfalls zu bleibt. „Für uns ist das zum Glück kein Problem“, sagt Heiko Schink. Da seine Frau gerade in Elternzeit sei, könne sie am Dienstag auch für den dreijährigen Lenny da sein.

Für die in der Stadt Kassel eingerichteten Notdienst-Plätze ist eine Anmeldung erforderlich. „Leider kann nicht garantiert werden, dass alle Wünsche und Bedarfe erfüllt werden, da das Recht auf Streik nicht vom Arbeitgeber unterlaufen werden kann“, sagt ein Stadtsprecher. Bevorzugt würden Alleinerziehende und doppelt Berufstätige im Notdienst aufgenommen.

Notdienste im Angebot

Seit Donnerstag wurden Eltern über die Streikfolgen informiert. Weil mehrere Einrichtungen ferienbedingt geschlossen hatten, sei die Organisation von Notdiensten nicht einfach gewesen. Folgende Kasseler Kitas sind für Notdienste geöffnet: Kita Jungfernkopf, Kita Kirchditmold, Kita Niederzwehren, Kita Menzelstraße, Hort Auefeld, Kita Brückenhof, Kita Brasselsberg, Kita Dr. Hermann-Haarmann- Haus, Kita Bossental, Hort Fasanenhof, Hort Eichwald, Kita Bettenhausen und das Kinderhaus Waldau. Die Kinder werden von nicht gewerkschaftlich organisierten Erzieherinnen betreut. Der Betreuungsschlüssel liege nicht unter den gesetzlichen Vorgaben, betonte der Stadtsprecher. WEITERE ARTIKEL

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