Gewerkschaft bittet Eltern um Verständnis für Einschränkungen

Streik: Notdienste in den Kitas

Kassel. Berufstätige Eltern, deren Kinder in Einrichtungen der Stadt Kassel und den Kommunen im Landkreis betreut werden, könnten am heutigen Mittwoch ein Problem haben.

Denn wegen des Warnstreiks, zu dem die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi für heute aufruft, sind zahlreiche Kindertagesstätten und auch Horte geschlossen.

Die Stadt Kassel teilte mit, dass betroffene Eltern über Schließungen und eventuelle Notdienste informiert worden seien. Angeboten würden Notdienste für „Berufstätige im Rahmen der Personalkapazitäten und ausschließlich nach Voranmeldung“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Neben den Kindertagesstätten sei auch die Sprechstunde der Kindertagespflege, Obere Karlsstraße 15, nicht erreichbar. Ansprechpartner gebe es am Mittwoch in den Kitas direkt sowie im Jugendamt: Eberhard Meyer (Tel. 05 61/787 50 18).

Trotz der Einschränkungen betonte Gisela Horstmann, Gewerkschaftssekretärin bei Verdi Nordhessen: „Die Eltern sind nicht unsere Gegner – im Gegenteil, es tut uns leid, dass sie und ihre Kinder Betroffene der Auseinandersetzung sind. Aber außer der Verweigerung der Arbeitskraft hat ein Arbeitnehmer nun mal kein Mittel in der Tarifauseinandersetzung.“

In den Mittelpunkt des Warnstreiks will Verdi Sozialarbeiter und -pädagogen stellen, die zum Beispiel in der Schulsozial- und Flüchtlingsarbeit tätig sind. Der Idealismus, den viele Menschen in sozialen Berufen hätten, dürfe keine Entschuldigung dafür sein, dass den Beschäftigten eine angemessene Bezahlung verweigert werde, so Horstmann.

Ihren Forderungen wollen die Beschäftigten nicht nur mit einem Warnstreik, sondern auch mit einer Demonstration Nachdruck verleihen. Nach dem Auftakt ab 10 Uhr vor dem Rathaus geht diese ab etwa 10.45 Uhr über folgende Route: Fünffensterstraße, Frankfurter Straße, Steinweg, Brüderstraße, Weserstraße, Kurt-Wolters-Straße, Holländischer Platz, Holländische Straße bis zum Philipp-Scheidemann-Haus.

Mit Einschränkungen müssen deswegen nicht nur Autofahrer rechnen. „Bei Bedarf“ würden Straßenbahnen zumindest während der Kundgebung vor dem Rathaus umgeleitet, sagte KVG-Sprecher Ingo Pijanka auf Anfrage. Statt über die Königsstraße würden Trams dann über den Scheidemannplatz fahren.

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