Öffentliches Leben wird lahm gelegt - Verdi ruft zum Warnstreik auf

Kassel: Streiks in Kitas, Nahverkehr und Krankenhaus

Die Knirpse stehen vor vielen Kasseler Kitas vor verschlossenen Türen: Fast alle städtischen Einrichtungen sind am Dienstag eingeschränkt geöffnet oder ganz geschlossen
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Die Knirpse stehen vor vielen Kasseler Kitas vor verschlossenen Türen: Fast alle städtischen Einrichtungen sind am Dienstag eingeschränkt geöffnet oder ganz geschlossen

Die Streiks im Öffentlichen Dienst legen am Dienstag das öffentliche Leben in Kassel lahm und treffen auch die Eltern laut Verdi.

Kassel - Neben den Kitas bestreikt Verdi in Kassel unter anderem die KVG, die Städtischen Werke, das Klinikum, die Stadtverwaltung, die Stadtreiniger und Kasselwasser. Auch die Stadt Baunatal und die Landkreisverwaltung sind betroffen.

Durch den Warnstreik will Verdi 4,8 Prozent mehr Gehalt für die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst erreichen. Bei der KVG geht es um eine Anhebung der Entgeltgruppen. Verdi-Bezirksgeschäftsführer Axel Gerland sagte, dass sich mindestens 1500 Mitarbeiter an den Streiks beteiligen werden. Deshalb werden etwa auch die KVG-Linien 1 bis 29 nicht fahren und die Regiotrams nur eingeschränkt.

Kassel: Streiks betreffen auch Kitas

Folgen hat der Streik auch für viele Eltern: 26 Kitas und Horte bieten lediglich einen Notdienst bis 14.30 Uhr an, fünf weitere sind komplett geschlossen. Anders als bei vorherigen Streiks wird der Notdienst nur sehr eingeschränkt angeboten. Aufgrund der steigenden Corona-Infektionszahlen könne die Notbetreuung nur innerhalb der eigenen und nicht in anderen städtischen Kitas angeboten werden, so die Stadt. Deshalb könnten voraussichtlich auch nicht alle Betreuungswünsche der Eltern berücksichtigt werden.

Axel Gerland, Verdi-Bezirksgeschäftsführer Axel Gerland

Ungefähr 40 Prozent der Kasseler Kitas und Krippen sind in der Hand der Stadt Kassel. Der Rest wird von freien und kirchlichen Trägern geführt. Vom Streik betroffen sind also etwa 2300 Kita-Kinder und 330 Krippen-Kinder. Hinzu kommen Hunderte Hort-Kinder. Die freien Träger erklärten sich solidarisch mit den Erzieherinnen und Erziehern der Stadt, so Antje Proetel, Geschäftsführerin des Dachverbands der freien Kitas in Kassel (Dakits). Die freien Kitas seien aber nicht am Streik beteiligt. (Bastian Ludwig)

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