88-Jähriger verließ Klinikum aus Wut - Ein Kommentar

Kommentar zum Streit im Klinikum: "Eskalation geduldet"

Kassel. Nach einem Herzkathetereingriff verließ Fritz Kieselbach das Klinikum Kassel auf eigene Verantwortung. Er erhebt schwere Vorwürfe. Ein Kommentar von HNA-Redakteur Göran Gehlen.

"Was war da im Klinikum Kassel los? Diese Frage stellt sich nach den merkwürdigen Vorgängen, die dort Aufsehen erregten: Da verlässt ein 88-Jähriger kurz nach einem ernsten Eingriff das Krankenhaus, weil er sich über das Verhalten der Ärzte aufregt.

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Wie der Streit abgelaufen ist, darüber gehen die Schilderungen des Klinikums und des 88-Jährigen auseinander. Vermutlich liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen.

Sicher ist, dass alle Beteiligten Glück hatten. Man darf davon ausgehen, dass die Angelegenheit ohne medizinische Komplikationen ausging - auch wenn das Klinikum aus Datenschutzgründen eine erschöpfende Auskunft darüber verweigert.

Göran Gehlen über den Streit im Klinikum

Dabei kann man dem Klinikpersonal nicht ankreiden, dass es den 88-Jährigen gehen ließ. Schließlich ist ein Krankenhaus kein Gefängnis. Ärzte und Pfleger müssen sich aber dem Vorwurf stellen, dass sie es so weit kommen ließen. Denn dass ein Patient nach einem Eingriff eher Zuspruch und beruhigende Worte braucht, wissen selbst Nichtmediziner."

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