Besonders Fahrradfahrer sollten sich derzeit vor den weißen Elterntieren in Acht nehmen

Streitlustige Schwäne im Park

In Angriffsstellung: Eine Radfahrerin kommt den Jungtieren eines Schwanenpärchens im Park Schönfeld zu nahe. Das Männchen versucht, seinen Nachwuchs zu verteidigen, bäumt sich auf und ist kampfbereit. Foto: Herzog

Kassel. „Seitdem die Kleinen da sind, traue ich mich kaum noch in den Park“, klagt Anna-Lena Knierim aus Söhrewald, die an der Frankfurter Straße in Kassel arbeitet. Wie viele andere verbringt auch sie fast täglich ihre Mittagspause im Park Schönfeld, um einen kleinen Spaziergang an der frischen Luft zu genießen.

Der Park Schönfeld liegt im Zuständigkeitsbereich der Stadt Kassel. Direkte Beschwerden habe es zwar laut Stadt und dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) noch keine gegeben, aber die meisten Menschen kommen vermutlich auch nicht auf die Idee, sich offiziell über Tierangriffe zu beschweren.

„Was sollen wir denn auch dagegen unternehmen? Man kann ja keinen Wächter aufstellen oder die Tiere wegfangen“, sagt Hans-Jürgen Schweinsberg, Pressesprecher der Stadt Kassel. „Der Mensch begibt sich schließlich in das Revier des Tiers hinein und nicht umgekehrt“, fügt er hinzu.

Dies sei auch kein neues Problem, denn immerhin sei Elterntieren schon immer viel

am Wohl ihrer Jungen gelegen. Und dementsprechend wollen sie diese auch beschützen, erklärt Stefan Bitsch, Pressesprecher vom BUND Kassel.

Allerdings sollte es Joggern, Spaziergängern oder Radlern auch nicht allzu schwer fallen, einem solchen Angriff vorzubeugen. „Im Grunde genommen ist hier nur ein Stück gesunder Menschenverstand gefragt. Man muss denen ja nicht direkt über den Weg laufen. Es gibt ja Alternativen“, sagt Schweinsberg.

Um die Tiere nicht zu provozieren, sollte man also möglichst großräumig um das Revier der Schwäne herumgehen und enge Gehwege ohne Ausweichmöglichkeit vermeiden.

Von Natalie Kube

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