Streuobstwiesen in Kassel: Bald kann wieder geerntet werden

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Reiche Ernte: Viele Apfelbäume auf den Streuobstwiesen in den Kasseler Stadtteilen hängen voller Früchte. HNA-Praktikantin Janina Müller hat schon mal einige davon getestet.

In den kommenden Wochen beginnt in der Region die Haupterntezeit für Äpfel und Birnen. Die vollen Bäume in vielen Gärten versprechen eine gute Saison. Wir stellen Streuobstwiesen und andere öffentliche Flächen vor, auf denen im Stadtgebiet gepflückt werden kann.

Kassel. Auf den Streuobstwiesen im Stadtgebiet und auch in den Kleingartenanlagen biegen sich teilweise die Äste unter der schweren Last der Früchte. „Das, was man bis jetzt sieht, verspricht eine gute Ernte“, schätzt Andreas Peters vom Umwelt- und Gartenamt der Stadt Kassel. Für den Landkreis bestätigt Manfred Seydel von der Streuobstinitiative des Landkreises (Silka) eine überdurchschnittliche Ernte. Das trockene Frühjahr habe nicht geschadet. Mittlerweile gibt es auf 20 Flächen im Kasseler Stadtgebiet sogenannte Streuobstwiesen. Die Bäume stehen im Gegensatz zu Plantagenobstanlagen häufig „verstreut“ in der Landschaft. „Der Natur- und Landschaftsschutz steht dabei im Mittelpunkt“, sagt Andreas Peters. Regionale und alte Obstsorten sollen so erhalten bleiben. Spritzmittel würden keine genutzt.

Neben Apfel- und Birnbäumen werden auch Süß- und Sauerkirschen, Zwetschgen, Pflaumen, Walnüsse, Haselnüsse, Esskastanien, Quitten und Mispeln angebaut. Schätzungsweise gibt es über 1500 städtische Obstbäume in Kassel. Die meisten stehen auf Streuobstwiesen, andere aber auch in den städtischen Parkanlagen. Die Streuobstwiesen sind den Bürgern frei zugänglich. „Und werden mit großem Interesse genutzt“, bestätigt Peters. Ihm sei nicht bekannt, dass im Herbst mal Äpfel an den Bäumen zurückgeblieben wären. Die Ernte ist kostenlos. Zu dieser Zeit kämen auch immer zahlreiche Kindergartengruppen, die einen Ausflug zu den Wiesen machen. Auf Seiten im wie beispielsweise www.mundraub.org im Internet sei oftmals nicht geklärt, ob sich die Bäume wirklich auf öffentlichen Flächen befinden. Dieses Problem gäbe es bei den Streuobstwiesen nicht, sagt Peters.

Weitere Informationen zum Thema Streuobstwiesen gibt es beim Umwelt- und Gartenamt der Stadt: Volker Lange, 0561/787-3178, oder E-Mai: volker.lange@kassel.de

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