Tariferhöhung außerhalb des Stadtgebietes

Städtische Werke Kassel: Strompreis steigt erheblich - nur für diese Kunden bleibt er stabil

Energiepreise steigen: Wer Kunde bei den Städtischen Werken ist und nicht in Kassel wohnt, der muss mit höheren Abschlägen rechnen.
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Energiepreise steigen: Wer Kunde bei den Städtischen Werken ist und nicht in Kassel wohnt, der muss mit höheren Abschlägen rechnen.

Die Städtischen Werke Kassel wollen den Strompreis für ihre Bestandskunden stabil halten. Dies gilt aber nur für treue Kunden, die im Stadtgebiet leben.

Kassel - Dieter Rudolph ist seit fast zehn Jahren Kunde bei den Städtischen Werken Kassel. Als der Lohfeldener nun in der HNA las, dass die Städtischen Werke den Strompreis für ihre Bestandskunden stabil halten oder sogar leicht senken wollen, wunderte er sich. Denn der Versorger hatte ihm erst vor drei Wochen schriftlich mitgeteilt, dass sein Stromtarif zum 1. Februar steige: Für die Kilowattstunde Strom soll er fast zwölf Prozent mehr zahlen. „Wie passt das zusammen“, fragt er sich.

Auf Nachfrage bei den Städtischen Werke, schränkt ein Sprecher die bisherige Aussage ein: „Unsere Aussage zu stabilen beziehungsweise leicht sinkenden Strompreisen bezog sich auf Kunden in Kassel, die also durch das Netz der Städtische Werke Netz und Service GmbH versorgt werden.“ Weil Dieter Rudolph aber im Landkreis Kassel lebe, habe er einen anderen Netzbetreiber und damit auch andere Netzkosten als Kasseler Kunden.

Städtische Werke erhöhen den Strompreis für externe Kunden

Zudem, so der Sprecher weiter, laufe die Strombeschaffung für Netzkunden anders als für externe Kunden. In der Grundversorgung für die Kasseler Bevölkerung sei die Beschaffung langfristiger ausgelegt, in der externen Versorgung kurzfristiger. Weil jüngst die Preise an der Strombörse explodiert sind, sind davon externe Kunden also stärker betroffen. „In diesem konkreten Fall wirkt sich das aktuell hohe Preisniveau an den Energiemärkten stärker auf die externen Kunden aus. Daher der Anstieg im Energiepreis“, so der Sprecher.

Den Bestandskunden aus Kassel kommt also zu Gute, dass die Städtischen Werke für diese bereits vor vier oder fünf Jahren einen Großteil der nötigen Strommengen beschafft haben. Zudem sank 2022 die EEG-Umlage, was den allgemeinen Preisanstieg beim Strom abmildert.

Anders als beim Strom soll es beim Gas allerdings auch für Kasseler Bestandskunden einen 15-prozentigen Aufschlag geben. (Bastian Ludwig)

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