Student ließ Betrug auffliegen

Kassel. Ein 34 Jahre alter Student aus Kassel, der auf der Suche nach einem Nebenjob offenbar von Betrügern eingespannt werden sollte, hat seine Auftraggeber gelackmeiert: Er roch Lunte und meldete den Fall der Polizei.

Der 34-Jährige war auf der Suche nach einem Job im Internet auf das Angebot einer angeblich in Belgien sitzenden Firma gestoßen. Für die sollte er auf einem eigens einzurichtenden Konto Geldbeträge entgegennehmen und damit, sobald 12.000 Euro zusammenkommen, einen hochwertigen Industriescanner kaufen.

Anfang September gingen auf dem Konto knapp 8000 Euro von einer Frau aus Bayern ein. In einer Mail sei er daraufhin von seinen Auftraggebern angewiesen worden, das Geld per Western Union weiterzuleiten, gab der Kasseler gegenüber der Kripo an.

Weil ihm die Sache komisch vorkam, hob der 34-Jährige das Geld aber stattdessen ab und ging zur Polizei. Fast zeitgleich hatte die Frau aus Bayern Anzeige wegen Betrugs erstattet, berichtet Polizeisprecher Wolfgang Jungnitsch. „Ihre Überweisung von 7920 Euro war über ein Schadprogramm, das sich ihr Computer eingefangen hatte, bei einer Transaktion von den Tätern in die eigene Tasche umgeleitet worden.“ Die hatten nur das Pech, dass der Student rechtzeitig begriff, dass er für kriminelle Machenschaften missbraucht werden sollte.

Die Frau aus Bayern erhielt ihr Geld inzwischen zurück. Die Ermittlungen der Kripo dauern an. (rud)

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