800 Liter „Werra Pale Ale“ in Witzenhäuser Brauhaus hergestellt

Studenten als Bierbrauer

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Sie brauten ihre eigene Biersorte: Die Studenten mit Braumeister Rainer Schinkel (hinten Mitte).

Kassel / Witzenhausen. Die Uni Kassel hat jetzt ihr eigenes Bier: 15 Studenten des Fachbereichs Ökologische Agrarwissenschaften in Witzenhausen haben ein Öko-Bier gebraut.

Unter Anleitung von Braumeister Rainer Schinkel wurden 800 Liter des Gerstensafts hergestellt. Das neu kreierte „Werra Pale Ale“ kann im Brauhaus an der Walburger Straße in Witzenhausen gekauft werden.

„Die Idee, Bier im Rahmen des Studiums der Ökologischen Landwirtschaft zu brauen, kam von zwei Studierenden. Wir freuen uns über solche Anregungen, und wenn es in unser Studienangebot passt und gut umsetzbar ist, berücksichtigen wir solche Wünsche“, sagt Holger Mittelstraß, Studienkoordinator des Fachbereichs Ökologische Agrarwissenschaften.

Das Seminar gehöre nicht zum prüfungsrelevanten Kernangebot, sei aber eine durchaus interessante Ergänzung für den Bereich Lebensmittelproduktion. Der Dozent, Braumeister Rainer Schinkel, betreibt seit 1997 eine Hausbrauerei in Witzenhausen, die 2001 als erste Ökobrauerei Hessens zertifiziert wurde. Bevor die Studenten an die Kupferkessel durften, lernten sie in Theorie-Einheiten mehr über die Geschichte und die Grundlagen des Brauens.

„Die Arbeit mit den Studierenden war auch für mich eine Herausforderung und ein willkommener Anlass, meine eigenen Theoriekenntnisse wieder etwas aufzufrischen“, sagte der 53-jährige Braumeister. Neben dem Brauen waren die Studenten auf einer zweitägigen Exkursion unterwegs, die sie zur Biobrauerei Neumarkter Lammsbräu und zu einem Hopfenbauern in der Oberpfalz führte.

Gerste aus Frankenhausen

Die Braugerste für das „Werra Pale Ale“ stammt aus dem Lehr- und Versuchsbetrieb der Uni Kassel, der hessischen Staatsdomäne Frankenhausen.

Bei dem Studentenbier handelt es sich um ein obergäriges dunkles Indian Pale Ale, das seinen besonderen Geschmack durch das sogenannte Hopfenstopfen erhält und etwa 5,5 Prozent Alkohol enthält. Braumeister und Dozent Rainer Schinkel plant eine Fortsetzung in den kommenden Semestern. (bal)

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