Situation für Studenten

Nolda: Wohnungsnot in Kassel nicht dramatisch

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Kassel. Das Wohnungsangebot für Studenten wird angesichts rasant steigender Erstsemesterzahlen immer enger. Vor allem kleine und preisgünstige Wohnungen sind rar. „Die Situation ist insgesamt aber nicht dramatisch.“

Das sagte Stadtbaurat Christof Nolda während einer von der Grünen-Hochschulgruppe organisierten Diskussionsrunde in der Universität Kassel. „In Teilbereichen gibt es aber einen großen Druck“, räumte der Grünen-Politiker ein.

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Er setze seine Hoffnung darauf, dass die Stadt Kassel im Schlepptau der in Frankfurt angestoßenen Projekte für den sozialen Wohnungsbau ebenfalls öffentliche Fördermittel zum Bau preiswerter Wohnungen erhalte. Die Resonanz auf die Diskussionsrunde scheint dem Stadtbaurat recht zu geben: Nur wenige Studenten kamen zu der Veranstaltung. „Zwei-Zimmer-Wohnungen zum bezahlbaren Preis, das wäre die Lösung“, sagte Thomas Materner, der im Schillerviertel wohnt.

Dort gebe es noch viel Potenzial für Wohnungsbau und die Umwidmung von Gewerbe- zu Wohnräumen. Sogar Wohnungen, die nur mit Wohnberechtigungsschein vermietet würden, seien für Studenten oft zu teuer, meinte der Philosophiestudent Robert Wöhler. Studenten hätten häufig noch weniger Geld als Hartz-IV-Empfänger. Wöhler regte den Bau von „flexiblen“ kleinen Wohnungen an, die zu größeren zusammengelegt werden können, wenn der Bedarf sinke.

Da könne es Probleme mit dem Brandschutz geben, gab Nolda zu bedenken. Momentan seien 300 neue Wohnungen im Genehmigungsverfahren, berichtete der Stadtbaurat. Es ist aber fraglich, ob davon wirklich viele Studenten profitieren werden. Denn diese Wohnungen werden frei finanziert und unterliegen somit keiner gesetzlichen Mietpreisbindung. Preisgebundene Wohnungen würden in Kassel immer weniger, sagte Nolda. (pdi)

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