Ortsvorsteher kritisiert schlechte Anbindung

Zumindest Stufen werden an Fußweg zum Park Schönfeld in Kassel repariert

Letzte Woche war er noch zugewuchert: Nachdem die HNA bei der Stadt nachgefragt hatte, wurden die Büsche an dem Fußweg zwischen Wilhelm-Busch-Straße und Park Schönfeld mittlerweile zurückgeschnitten. Spaziergängerin Dorothea Plein und ihr Hund Misaa nehmen diesen Weg nur tagsüber.
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Letzte Woche war er noch zugewuchert: Nachdem die HNA bei der Stadt nachgefragt hatte, wurden die Büsche an dem Fußweg zwischen Wilhelm-Busch-Straße und Park Schönfeld mittlerweile zurückgeschnitten. Spaziergängerin Dorothea Plein und ihr Hund Misaa nehmen diesen Weg nur tagsüber.

Niederzwehrens Ortsvorsteher Harald Böttger kritisiert die schlechte Verbindung zwischen seinem Stadtteil und dem Park Schönfeld.

Kassel - Tagsüber geht Dorothea Plein aus Niederzwehren mit ihrem Hund Misaa von der Wilhelm-Busch-Straße direkt in den Park Schönfeld. Abends würde die Frau die Verbindung nicht wählen. Der Weg, der Teil des Stadtwanderwegs Süd ist, sei viel zu dunkel und eng, sagt Plein.

Das sehen viele Menschen in Niederzwehren so und haben sich deshalb in den vergangenen Jahren immer wieder beim Ortsbeirat beschwert. Die Büsche überwuchern den Verbindungsweg. Das Grün erinnert an einen Dschungel.

„Der Rückschnitt ist jedes Jahr ein Thema“, sagt Niederzwehrens Ortsvorsteher Harald Böttger. Eigentlich müsse das Grün so weit entfernt werden, dass ein Weg von 1,50 Meter Breite zur Verfügung stehe, sagt Böttger. „Mit dem Kinderwagen hier durchzukommen, das können Sie vergessen.“

Aber nicht nur die gewucherten Büsche sprechen dagegen, von der Wilhelm-Busch-Straße mit dem Kinderwagen oder auf dem Fahrrad direkt in den Park Schönfeld zu gelangen. Treppenstufen, die zu der Bahnanlage führen und Teil der Verbindung sind, sind damit kaum zu bewältigen. Böttger schlägt vor, dass zumindest eine Rinne für Radfahrer daneben angelegt wird, damit sie die Stufen überwinden können. Hinzu komme, dass die Stufen mittlerweile auch dermaßen abgesackt seien, dass man bei Regen aufpassen müsse, nicht hinzufallen. Zudem fehle eine Beleuchtung.

In den Park Schönfeld seien Millionen von Euro investiert worden, sagt Böttger. Er fragt sich, warum es nicht möglich ist, Niederzwehren besser an den Park anzubinden. Neben dem zugewucherten Weg gibt es nur eine direkte Verbindung über die Brüder-Grimm-Straße beziehungsweise über die Frankfurter Straße.

Ideal wäre es, so der Ortsvorsteher, wenn es eine barrierefreie Querung über das Bahngleis in Form einer Brücke geben würde. Aber Böttger weiß, dass so ein Vorhaben derzeit unrealistisch ist.

Das sieht man bei der Stadt wohl genauso. Dem Wunsch des Ortsbeirates zum barrierefreien Ausbau des Fußwegs im Bereich der Wilhelm-Busch-Straße könne derzeit nicht nachgekommen werden, da dies aufgrund der Örtlichkeit und der Topografie nur mit einem „unangemessenen Aufwand“ zu realisieren wäre, teilt Stadtsprecher Claas Michaelis mit.

Der Fußweg sei größtenteils im Eigentum der Deutschen Bahn und des Landes Hessen. Der Bewuchs, der die Niederzwehrener in den vergangenen Wochen so gestört habe, sei in dieser Woche von er Bahn zurückgeschnitten worden. Sowohl der vorhandene Weg als auch die Treppen sollen im Einvernehmen mit den Eigentümern durch die Stadt Kassel instandgesetzt werden, kündigt Michaelis an.

Zudem verweist der Stadtsprecher auf den Übergang zwischen der Brüder-Grimm-Straße und dem Kleingartenverein Schönfeld beziehungsweise dem Park Schönfeld. Der sei nur 250 Meter weiter entfernt und befinde sich in einem ordnungsgemäßen und barrierefreien Zustand. (Ulrike Pflüger-Scherb)

Er wünscht sich eine barrierefreie Verbindung zwischen der Wilhelm-Busch-Straße und dem Park Schönfeld: Niederzwehrens Ortsvorsteher Harald Böttger.

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