50 ehrenamtliche Helfer sorgen für einen reibungslosen Ablauf der HNA-Blutspendeaktion

Elf Stunden am Tag im Einsatz

Daten erfasst: Heike Schulz (links) händigt an der Anmeldung Dorothea Kachel aus Fuldatal, die zum ersten Mal Blut spendet, ihre Unterlagen und einen Laufzettel aus. Fotos: Konrad

Kassel. Eigentlich arbeitet Heike Schulz in einem Kasseler Reisebüro. Die vier Tage Urlaub in dieser Woche verbringt sie bei der HNA-Blutspendeaktion.

Im Eingangsbereich des Regierungspräsidiums erfasst sie die Daten der Spender bei der Anmeldung.

„Die Arbeit macht Spaß, und man tut gleichzeitig etwas Gutes“, sagt sie. Sie ist eine von 50 Ehrenamtlichen, die seit Dienstag die Blutspendeaktion unterstützen.

„Pro Tag sind 30 Helfer im Einsatz“, sagt Rainer Riedinger, Regionalleiter Nordhessen des DRK-Blutspendedienstes. Er koordiniert deren Einsatz. Sie arbeiten wie Heike Schulz an der Anmeldung, empfangen die Spender an der Tür, versorgen sie mit Getränken und Essen, stehen für Informationen bereit oder fungieren auf Wunsch auch als Erstspenderpaten.

Heike Schulz liegt der Umgang mit Menschen. „Gibt es auch Geld?“, fragt ein Erstspender. „Nein, aber wenn Sie welches übrig haben, nehmen wir es gern“, scherzt die 44-Jährige. Erstspender seien häufig etwas reserviert, sagt die Reiseverkehrskauffrau. Aber mit einem Scherz sei das Eis meistens schnell gebrochen. Sie ist die kompletten vier Tage von 9 bis 20 Uhr im Einsatz.

Auch Tina Rudolph absolviert tagelang das volle Programm. Die 20-jährige Baunatalerin ist schon zum vierten Mal dabei, koordiniert den Service im zweiten Stock, wo die Menschen Blut spenden. Vor dem Labor hat sich eine Schlange gebildet. „Es wird Zeit“, sagt sie und schnappt sich ein Tablett, auf dem mit Wasser und Cola gefüllte Becher stehen. Zudem packt sie noch ein paar Portionen Eis am Stiel darauf. „Darf es für Sie noch etwas sein? Ein Eis vielleicht? Sie müssen ausreichend trinken.“

Rudolph, die ein duales Studium in Ingolstadt absolviert, geht immer wieder mit dem Tablett durch zu den Menschen, die warten oder auf dem Ruhestuhl nach der Blutspende sitzen. „Es ist wichtig, die Spender zum Trinken zu animieren“, sagt sie. Vor einer Blutspende sollte man eineinhalb Liter trinken, danach zwei Liter. „Häufig treffe ich Spender, die ich aus den Jahren zuvor kenne“, erzählt sie. Das sei dann immer richtig nett. Bei langen Wartezeiten sei es wichtig, die Menschen auch schon mal mit einem kleinen Gespräch bei Laune zu halten.

Blutspendeaktion der HNA 2012 - Tag 3

Hin und wieder komme es vor, das jemand umkippe, insbesondere bei heißen Temperaturen. „Auch darauf müssen wir ein Auge haben und schnell handeln“, sagt sie. Ein Mann, der spenden möchte, hat vor zwei Stunden eine Spritze im Zuge einer Allergie-Therapie erhalten. Heike Schulz an der Anmeldung fragt Dr. Azizullah Habibi vom DRK-Blutspendedienst um Rat. Er sitzt am Tisch nebenan. Der Mann muss drei Tage warten, kann dann beim DRK-Blutspendedienst spenden. „Die meisten Menschen kommen morgens zum Blutspenden“, sagt Schulz. Die Mittagspause und den Feierabend nutzten ebenso viele Menschen, um Blut zu spenden. Auch sie will das noch tun.

Tina Rudolph ist wieder mit dem Tablett unterwegs. „Heute Abend werde ich noch eine Kleinigkeit essen, und dann geht es früh ins Bett“, sagt sie. (mkx)

Von Mirko Konrad

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