Mehr als 130 Zwischenfälle – Bahnreisende strandeten in Kassel

Sturm Herwart sorgt in der Region Nordhessen für Schäden

Mit enormer Wucht: Dieser Baum am oberen Eingang der Elfbuchenstraße krachte direkt auf ein Auto. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Das Dach des am Fahrbahnrand stehenden Skoda wurde komplett eingedrückt. Foto: Kühling

Kassel. Sturmtief Herwart hat auch in Kassel und Umgebung für Beeinträchtigungen gesorgt. Seit Sonntagmorgen hat es nach Angaben von Polizei und Feuerwehr mehr als 130 Meldungen für die Region Nordhessen gegeben.

Dabei ging es um umgefallene Bäume, abgebrochene Äste und weggeflogene Dachziegeln.

Den auffälligsten Schaden verursachte ein umgestürzter Baum im Kasseler Vorderen Westen. In der Elfbuchenstraße fiel er zwischen 7 und 8 Uhr auf ein geparktes Auto. In Fuldabrück-Bergshausen ist das mit Planen abgedeckte Dach einer Lagerhalle beschädigt worden. Menschen in der Region wurden nach Angaben der Polizei nicht verletzt.

Auswirkungen hatte das Unwetter auch auf den Bahnverkehr. Wie bei Sturmtief Xavier vor knapp einem Monat strandeten wieder Hunderte Bahnreisende in Kassel-Wilhelmshöhe, weil viele Bahnstrecken im Norden und Osten gesperrt waren. Für die Wartenden hatte die Bahn einen ICE am Hauptbahnhof bereitgestellt, um sich darin aufhalten zu können. Dieser Zug wurde allerdings kaum genutzt.

Die Deutsche Bahn setzte zusätzliche Mitarbeiter und Notfallmanager ein, wie Sprecher Lutz Müller erklärte. Wegen der erheblichen Schäden, die Herwart verursacht hat, blieb der Fernverkehr auf den Hauptstrecken bis heute gesperrt. Reisende sollen sich vor Antritt ihrer Fahrt unbedingt über die Lage informieren: www.bahn.de/reiseauskunft – dort finden sich die aktuellen Informationen.

Casseler Freyheit ohne Störung

Keine Auswirkungen hatte Herwart hingegen auf die „Casseler Freyheit“, zu der am Sonntag Tausende Besucher in die Innenstadt strömten. Alle Fahrgeschäfte konnten ihren Betrieb ohne Unterbrechung aufrecht erhalten.

Insgesamt wütete Herwart vornehmlich in Norddeutschland. Im niedersächsischen Landkreis Wesermarsch kam ein 63 Jahre alter Camper im Unwetter ums Leben.

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