Zurzeit gibt es zwei Standorte

Subway ist hungrig: Fastfood-Kette plant weitere Filialen in Kassel

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Schnelles Essen: Frische Sandwichs soll es künftig nicht nur an der Unteren Königsstraße (Foto) und in der Kurfürstengalerie geben. Subway plant weitere Filialen.

Kassel. Das Fastfood-Unternehmen mit den weltweit meisten Restaurants will auch in der Region weiter wachsen: In Hessen will die Sandwich-Kette Subway in den nächsten Jahren 50 neue Filialen eröffnen, davon 15 bis 20 in Nordhessen.

In Kassel, wo es bereits zwei Standorte an der Unteren Königsstraße und in der Kurfürstengalerie gibt, sollen zwei bis drei weitere folgen, sagt Gebietsentwickler Torsten Rothämel im Gespräch mit der HNA.

Filialen soll es zudem in Baunatal, aber auch im Schwalm-Eder-Kreis und in Waldeck-Frankenberg geben. Im Visier habe man Standorte an Autobahnen, Shoppingcenter und Bahnhöfen. Konkrete Standorte für Kassel nannte Rothämel nicht, man peile aber die Eröffnung einer Filiale nahe des IC-Bahnhofs Wilhelmshöhe an. „Wir wollen da sein, wo die Leute sind“, sagt der 42-Jährige. Entsprechend dieser Maxime habe Subway weniger Interesse an Standorten direkt in der Innenstadt, „die abends tot ist“, sondern eher an Randlagen mit Publikumsverkehr. „Da sind wir profitabler“, sagt Rothämel. Über Umsatz und Gewinn schweigt Subway indes. Hessenweit erwarte man für das laufende Jahr ein Umsatzplus von fünf Prozent.

Subway setzt auf das Franchise-Konzept. Für Franchise-Nehmer fielen Investitionskosten von etwa 120 000 Euro an – 25 bis 30 Prozent sollten dabei an Eigenkapital vorhanden sein, erläutert Rothämel. Acht Prozent vom Nettoumsatz muss der Unternehmer an Subway abgeben, hinzu kommen 4,5 Prozent Werbekosten-Gebühr.

Kritik an Gebühren 

Hintergrund: 600 Filialen in Deutschland 

Das Geburtsjahr der Fastfood-Kette „Subway“ war 1965: In Bridgeport im US-Bundesstaat Connecticut öffnete das Sandwich-Restaurant „Pete’s Super Submarines“ – die längliche Form der Sandwiches erinnerte an die Form eines U-Boots („submarine“= englisch für U-Boot). Die erste deutsche Filiale öffnete 1999 in Berlin. Inzwischen ist die Kette mit 600 Filialen in Deutschland vertreten, die von etwa 350 Franchise-Partnern betrieben werden. Mit über 40 000 Restaurants in mehr als 100 Ländern ist Subway nach eigenen Angaben der weltweit größte Fast-Food-Anbieter.

In der Vergangenheit hatte es Kritik an den Franchise-Gebühren und der Entlohnung der Mitarbeiter gegeben. Unrealistische Gewinnerwartungen würden geweckt. Rothämel weist diese Vorwürfe zurück. „Alle Franchise-Nehmer werden im Vorfeld über das Konzept aufgeklärt.“ Zudem gebe es Schulungen und Weiterbildungsangebote. Über die Entlohnung seiner Mitarbeiter entscheide jeder Franchise-Nehmer selbst. „Wir wollen aber, dass sie nach Gesetz arbeiten“. In seinen Filialen lägen die Gehälter der Vollzeitkräfte über dem gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro. Darüberhinaus bilde Subway auch aus: Hessenweit gebe es 23 Auszubildende zur Fachkraft für Systemgastronomie. Bundesweit habe Subway in Folge der Wirtschaftskrise Umsatzeinbußen erlitten. Mit Hilfe eines Konsolidierungsprogramms könne man aber seit drei Jahren ein stetiges Umsatzwachstum verzeichnen.

Mc Donalds sei übrigens keine Konkurrenz: „Wir bereiten keine Hamburger zu, sondern Sandwiches - und die frisch vor den Augen der Kunden. Und dass man weder grille noch fritiere sei - mit Blick auf etwaige Geruchsbelästigungen - sein klarer Vorteil bei der Immobiliensuche.

Von Anja Berens

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