Diakonisches Werk nutzt ab 2011 Räume im Gemeindezentrum und Pfarrhaus der Johanneskirche

Suchtberatung zieht in Südstadt

Einig über neue Nutzung des Gemeindezentrums: Dr. Bettina Dodenhoeft (von links), Pfarrer Holger Wieboldt und Helga Bussemaker von der Kirchengemeinde, Dekanin Barbara Heinrich sowie Diakonie-Chef Gerd Bechtel. Foto: Herzog

Südstadt. In das Gemeindezentrum Johanneskirche in der Südstadt wird das Ambulante Sucht- und Sozialtherapeutische Zentrum des Diakonischen Werks Kassel einziehen. Wie Diakonie-Chef Gerd Bechtel gestern sagte, rechne er damit, dass 2011 die 800 Quadratmeter große Nutzfläche des Gemeindezentrums inklusive Pfarrhaus bezogen werden können.

Platzmangel

Hintergrund sei der immense Platzmangel der Suchtberatung am aktuellen Standort Goethestraße 96, einer Immobilie der Landeskirche. In den neuen Räumen, Frankfurter Straße 78 und 80, könne darüber hinaus die notwendige Erweiterung des Platzangebots für das Betreute Wohnen und die Evangelische Wohnraumhilfe begonnen werden. Insgesamt würden 25 Diakonie-Mitarbeiter in der Südstadt ihren neuen Arbeitsplatz haben.

Am Standort verbleibe der Verein Gesegnete Mahlzeit, der seit 13 Jahren seine Heimat im Gemeindezentrum Johanneskirche hat. Im Gespräch mit der Kirchengemeinde Südstadt werde zudem darüber beraten, welche Räume in welcher Form von der Gemeinde genutzt werden können. In jedem Fall erhalten bleibe der Gottesdienstraum als Multifunktionsraum. „Wir können uns vorstellen, im Gottesdienstraum eine Empore einzuziehen, um einerseits Platz zu gewinnen und die sakrale Nutzung ebenfalls weiter zu ermöglichen“, sagt Bechtel.

Zufrieden über den Stand der Planungen und Verhandlungen zwischen dem Diakonischen Werk und der Kirchengemeinde zeigte sich Stadtdekanin Barbara Heinrich. Es sei schon seit Langem Thema im Kirchenkreis im Rahmen der Konsolidierungsbemühungen die Gemeindehäuser unter die Lupe zu nehmen. Im Forstfeld sei inzwischen die Freie Christliche Schule Mieter im Gemeindehaus der Immanuelkirche und in der Unterneustadt wird die Diakoniestation Nord ins Gemeindezentrum einziehen. Die Lösung, dass jetzt die Suchtberatung ins Gemeindezentrum der Südstadt zieht, passe da genau ins Konzept. Der Dank von Dekanin Heinrich ging vor allem an die 4500 Mitglieder zählende Kirchengemeinde und deren große Bereitschaft zur Kooperation.

Bedingt durch die aktuelle Gemeindesituation habe sich der Schwerpunkt der Gemeindeaktivitäten auf den Bereich der Markuskirche verlagert. Demgegenüber sei die Nutzung der Johanneskirche „deutlich zurückgegangen“.

Während der Versammlung der Stadtsynode am Dienstag war grünes Licht für die Finanzierung der Umbau- und Umzugsarbeiten gegeben worden. Die Umbaukosten werden mit 750 000 Euro beziffert. In Zukunft werde das Diakonische Werk dann im Jahr 30 000 Euro Kaltmiete an den Stadtkirchenkreis zahlen.

Von Christina Hein

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