Großer Andrang bei Traditionsveranstaltung der Hospitals-Kellerei

1100 Besucher bei Weinparty in der Orangerie

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Drei von über 40 Winzern und der Gastgeber: Von links Oliver Zeter aus Neustadt an der Weinstraße (Pfalz), Nora Sperling von Delheim in Südafrika und Helena Kiltz (Weingut Genheimer Kiltz) von der Nahe mit Daniel Werner von der Hospitals-Kellerei.

Kassel. Was einst als Provisorium in umdekorierten Laden- und Lagerräumen an der Heinrich-Heine-Straße begann, hat sich zu Kassels größter Weinparty ausgewachsen.

Die traditionelle Herbstweinprobe der Hospitals-Kellerei fand diesmal erstmals in der Orangerie statt wo an zwei Tagen über 1100 Wein- und Partyfreunde für drangvolle Enge sorgten. Überall im Haus präsentierten gut 40 Winzerbetriebe an 25 Ständen ihre Tropfen, am späten Freitagabend wurde im großen Saal zu DJ-Musik getanzt und gefeiert.

„Bei uns im Betrieb ist das logistisch nicht mehr machbar“, sagte Inhaber Daniel Werner inmitten der Masse von Besuchern, die sich mit ihren Probiergläsern von Stand zu Stand vorarbeiteten. Auch ohne konsequenten Vorverkauf sei der Andrang, der an einen großstädtischen Szeneklub erinnerte, nicht mehr zu stemmen.

Neben dem Publikumsinteresse freute sich Werner besonders darüber, dass es sich einige renommierte Winzer nicht nehmen ließen, trotz der momentanen Großkampfsaison in ihren Kellern persönlich in Kassel dabei zu sein. Allerdings sah man Betriebsinhaber wie Eric Manz aus der Pfalz oder Jörg Thanisch von der Mosel fortwährend nach Hause telefonieren wie einst der Weltraum-Gnom E.T.: Als ambitionierter Winzer muss man schließlich Anweisung geben, wenn der Azubi im heimischen Keller ständig Aktuelles oder Alarmierendes in Sachen Gärkontrolle übermittelt.

Die weiteste Anreise in Sachen Wein-Repräsentanz hatte übrigens Nora Sperling vom Weingut Delheim Estate in der südafrikanischen Kapregion Stellenbosch. Der Betrieb, dessen Geschichte auf einen deutschen Siedler aus Pommern zurückgeht, liegt 9500 Kilometer Luftlinie von der Orangerie entfernt. Nora Sperling, die fünf Tage lang Termine in Deutschland hat, will nächstes Jahr wieder nach Kassel kommen: „Ich liebe die documenta.“

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