Autofahrer kam ins Krankenhaus

Ampeln waren über Stunden aus: Unfall am Auestadion sorgte für Behinderungen

Ausfall der Ampelanlage: Nach einem Unfall auf der Frankfurter Straße regelten Mitarbeiter des Ordnungsamtes am Mittwoch über mehrere Stunden den Verkehr.
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Ausfall der Ampelanlage: Nach einem Unfall auf der Frankfurter Straße regelten Mitarbeiter des Ordnungsamtes am Mittwoch über mehrere Stunden den Verkehr.

Nach einem Unfall auf der Frankfurter Straße regelten Mitarbeiter des Ordnungsamtes am Mittwoch über mehrere Stunden den Verkehr. Ein Autofahrer war gegen einen Ampelmasten gefahren.

So manch einer wird sich gestern an den bekannten Merkspruch erinnert haben: „Siehst Du Schutzmanns Bauch und Rücken, musst Du auf die Bremse drücken. Siehst Du Schutzmanns Hosennaht, dann hast Du freie Fahrt.“ Nach einem Unfall am Auestadion war dort nämlich über Stunden die Ampelanlage ausgefallen. Mitarbeiter des Ordnungsamtes regelten ab dem Vormittag den Verkehr.

Ein Autofahrer war zuvor gegen 10 Uhr stadteinwärts unterwegs, als er aus ungeklärter Ursache nach links von der Fahrbahn abkam, so ein Polizeisprecher. Nachdem der 40-Jährige aus Baunatal die Kreuzung überquert hatte, fuhr er dann dort frontal gegen den auf einer Verkehrsinsel stehenden Masten einer Fußgängerampel. Dabei erwischte er auch mehrere Schilder. Für den Autofahrer ging der Unfall nach Angaben der Polizei offenbar glimpflich aus. Äußerlich unverletzt brachte ihn ein Rettungswagen vorsorglich in ein Kasseler Krankenhaus.

Die Ampel wurde bei dem Unfall allerdings zerstört. Auch am neuwertigen VW Tiguan des 40-Jährigen entstand Totalschaden. Die Bergungsarbeiten an der Unfallstelle dauerten bis etwa 11.30 Uhr. Es kam im Bereich des Auestadions zwischenzeitlich zu Staus und Verkehrsbehinderungen.

Die Reparatur der Ampelanlage dauerte allerdings darüber hinaus an, sodass Ordnungspolizisten den Verkehr über Stunden regeln mussten. Das war mitunter ein regelrechtes Schauspiel. Fünf Mitarbeiter des Ordnungsamtes waren nach Angaben der Stadt von 11.30 bis 14.30 Uhr im Einsatz. Einer der Ordnungspolizisten stand mitten auf der Kreuzung und agierte wie ein Dirigent. Faszinierend, wie alle Verkehrsteilnehmer ihm folgten. Die Kollegen halfen und verhinderten zum Beispiel, dass von der Frankfurter Straße aus Autos unkoordiniert Richtung Ludwig-Mond-Straße fuhren. Insgesamt lief unter den gegebenen Umständen alles reibungslos.

Aber was sagen die Handzeichen eigentlich aus? Ein senkrecht nach oben erhobener Arm bedeutet „Halt“ – im Sinne des gelben Lichtes der Ampel. Bei diesem Zeichen haben die Autofahrer vor dem Verkehrsposten an der Kreuzung anzuhalten. Parallel zur Fahrtrichtung gehaltene Arme (die Autofahrer sehen also die Seite des Ordnungspolizisten) bedeuten wie die grüne Ampel freie Fahrt. Wenn der Verkehrsposten einen Arm auf und ab bewegt, heißt das langsamer werden. Normalerweise sind für diese Verkehrsregelung die Mitarbeiter des Ordnungsamtes zuständig. Die Polizei übernehme das nur, wenn es sehr eilig sei oder wenn es die Situation erfordere. Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes sind nach Angaben eines Stadtsprechers entsprechend geschult.

In erster Linie müssen die eingesetzten Ordnungspolizisten laut Stadt auf Eigensicherung achten. Hierzu gehört die Wahl eines Standortes, an dem sie gut wahrgenommen werden können. Zur Unterstützung tragen sie reflektierende und auffällige Uniformteile wie Warnwesten oder nutzen beleuchtete Verkehrskellen. In Schulungen werde den Ordnungspolizisten beigebracht, durch Körpersprache und Abgabe eindeutiger Handzeichen dem Verkehrsteilnehmer unmissverständlich zu deuten, ob dieser nun fahren darf oder zu halten hat. (Von Kathrin Meyer und Florian Hagemann)

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