Neues Einkaufskonzept in Station an der Frankfurter Straße

Aral eröffnet ersten Rewe-Minimarkt in Kasseler Tankstelle 

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Aral-Station bietet jetzt Lebensmittel-Sortiment mit 1200 Artikeln: Von links Henrich Bödecker und Carsten Schmidt vom Aral-Konzern sowie die Tankstellenpächter Manuela und Andreas Slany am Eröffnungstag des Mini-Supermarkts.

Kassel. Die Aral-Station Slany an der Frankfurter Straße 90 in Kassel ist der erste Standort eines „Rewe to go“-Shops in der Region.

Das Lebensmittelsortiment umfasst 1200 Artikel für den schnellen Einkauf beim Tankstopp.

Damit kommt man schon mal übers Wochenende, wenn daheim der Kühlschrank leer ist: Aufschnitt, Obst und Käse, frische Nudeln, Hackfleisch und Steaks aus der Kühlung, Schnittgemüse zum Brutzeln, Brote, Salat-Zubereitungen und sogar Sushi. All das und mehr gibt es seit Donnerstag an der Aral-Tankstelle Slany an der Frankfurter Straße. Der Spritkonzern hat die Station zusammen mit der Lebensmittelkette Rewe zum Mini-Supermarkt umgebaut – dem ersten seiner Art im Raum Kassel.

Wie an vielen Tankstellen gab es dort schon zuvor ein kleines Sortiment an Lebensmitteln – etwa Toastbrot, Kaffeesahne und ein paar Dosensuppen. Nun aber ist aus dem Verkaufsraum nach mehrwöchigem Umbau ein richtiger kleiner Supermarkt mit 1200 Artikeln geworden, die vom Kölner Lebensmittelkonzern Rewe geliefert werden. Die Zielgruppe: mobile Kunden, die unterwegs schnell ihre wichtigsten Besorgungen erledigen, aber dabei nicht auf einen gewissen Qualitätsstandard verzichten wollen.

In leuchtendem Apfelgrün und Anthrazit sticht der Auftitt des Handelskonzepts „Rewe to go“ ins Auge, von dem sich die Partner viel versprechen: Allein dieses Jahr wollen Aral und Rewe bundesweit 200 Standorte umbauen. An der Frankfurter Straße hat das laut Aral-Bezirksleiter Carsten Schmidt rund 200 000 Euro gekostet. Nächstes Jahr komme dann die Station an der Nürnberger Straße in Waldau an die Reihe.

Wo das neue Einkaufskonzept zuerst verwirklicht wird, entscheide der Aral-Konzern, sagte Schmidt: Neben der Kundenfrequenz spiele auch das städtische und nachbarschaftliche Umfeld eine Rolle, und da erhoffe man sich an der Frankfurter Straße trotz vorhandener klassischer Supermärkte eine gute Nachfrage.

Auch Tankstellenpächter Andreas Slany geht davon aus, dass das vergrößerte Lebensmittelangebot seine Geschäfte beflügeln wird: „Bei den Shop-Umsätzen sind wir auf der Stelle getreten; da waren keine Zuwächse mehr möglich.“

Aber gerade diese Umsätze sind für Tankstellenbetreiber entscheidend fürs wirtschaftliche Überleben. Nach Angaben des Bochumer Aral-Konzerns erwirtschaften dessen Pächter gerade mal 11 Prozent ihrer Erlöse mit dem Verkauf von Kraft- und Schmierstoffen. Die Autowäsche steuere 19 Prozent des Ertrages bei und durchschnittlich 61 Prozent des Verdiensts werde im Verkaufsgeschäft der Tankstellenshops erwirtschaftet.

Dazu gehört an den neuen „Rewe to go“-Standorten auch ein deutlich aufgewertetes Angebot an warmen Imbissen sowie belegten Sandwiches und Baguettes, die man sowohl vor Ort verzehren als auch mitnehmen kann. Für die neuen warenwirtschaftlichen Aufgaben haben die insgesamt 15 Mitarbeiter von Andreas Slany spezielle Schulungen erhalten.

Ein Tankstelleneinkauf bei „Rewe to go“ ist auf die einzelnen Waren bezogen leicht teurer als in herkömmlichen Rewe-Supermärkten. Das liege an den höheren Logistikkosten, sagte Aral-Bezirksleiter Schmidt. Die Partner Aral und Rewe hoffen, dass die Kunden die Bequemlichkeit, beim Tankstopp einkaufen zu können, honorieren werden.

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