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Auestadion in Kassel: Jetzt kommt der neue Superrasen

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Von: Thomas Siemon

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Der erste Teil ist geschafft: Seit gestern wird der neue Rollrasen im Auestadion verlegt. Er soll besonders strapazierfähig sein und wird beim Heimspiel des KSV Hessen am 24. August seine Wettkampfpremiere haben.
Der erste Teil ist geschafft: Seit am Dienstag wird der neue Rollrasen im Auestadion verlegt. Er soll besonders strapazierfähig sein und wird beim Heimspiel des KSV Hessen am 24. August seine Wettkampfpremiere haben. © Hedler

Kassel. Der neue Rollrasen im Auestadion soll deutlich besser sein als sein Vorgänger. Geliefert wird er von einer Firma, die auch schon für Bundesligisten und sogar bei der Fußball-WM im Einsatz war.

Dienstagmorgen sah das Spielfeld des Kasseler Auestadions noch grau wie eine Wüstenlandschaft aus. Am Nachmittag war dann bereits zu erkennen, dass hier trotz der Hitze und der stechenden Sonne neuer und frischer Rasen wächst. Rollrasen, um es genauer zu sagen und nicht irgendeiner. „Das ist eine Spitzenqualität, speziell für Sportplätze entwickelt“, sagt Frank Ranz aus Lampertheim an der Bergstraße. Dort hat sich die Firma Büchner auf das Rollrasengeschäft spezialisiert. Von der Commerzbankarena in Frankfurt bis zum Bremer Weserstadion wird der Rasen aus Lampertheim genutzt. „Wir waren sogar schon bei der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland und bei der Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz 2008 im Einsatz“, sagt Frank Ranz. Auch aus Russland habe es zuletzt eine Anfrage gegeben. Aber bis zu den WM-Stadien dort sei der Weg zu weit. Da hätte der Rasen beim Transport Schaden genommen.

Sehr strapazierfähig

Die Rollrasenbahnen, die am Dienstag im Auestadion von der Baunataler Firma Klei verlegt wurden, waren dagegen ganz frisch. Früh am Morgen in Lampertheim herausgeschnitten, ab dem späten Vormittag in Kassel ausgerollt. Zweieinhalb Wochen bekommt er jetzt Zeit, richtig anzuwachsen. Angesichts der Hitze wird das frische Grün natürlich ständig gewässert. „Der Rasen ist sehr, sehr strapazierfähig und wird längere Zeit halten“, sagt der Fachmann.

Premiere am 24. August

Das soll die neue Spielfläche auch, auf der der KSV Hessen am Freitag, 24. August, zum ersten Mal ein Heimspiel austrägt. Gegen Lohfelden geht es dann bereits zum zweiten Mal in der noch jungen Saison.

Fünf Jahre hat der Vorgängerrasen gehalten, der nach den Großveranstaltungen vom Hessentag 2013 eingebaut wurde. Schon vor den großen Open-Air-Konzerten in den vergangenen Wochen war klar, dass die Spielfläche erneuert werden muss.

Nach Angaben der Stadt laufen derzeit Gespräche über weitere Musikveranstaltungen im kommenden Jahr. Die Veranstalter zum Beispiel der 90er-Jahre-Party hätten Interesse gezeigt. Man werde auf jeden Fall eine Lösung finden, die den Rasen schont. „Ein Abdeckung für maximal zwei Tage verträgt er“, sagt der Fachmann Frank Ranz.

Bessere Qualität

112.000 Euro lässt sich die Stadt den neuen Rasen im Auestadion kosten. Der soll wesentlich besser zu bespielen sein als das zuletzt oft holprige alte Geläuf. Vielleicht kann der KSV Hessen das ja zur erhofften Meisterschaft in der Hessenliga nutzen. Eine Aufstiegsparty würde der dann nicht mehr so ganz neue Rollrasen im kommenden Frühjahr sicherlich auch verkraften.

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