Tourismus

Camping-Komfort vom Feinsten im neuen Empfangsgebäude auf dem Platz an der Fulda

Luftbild vom Campingplatz Kassel an der Fulda mit dem neuen Rezeptions- und Empfangsgebäude
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Gäste-Empfang auf neuem Niveau: Nicht nur das Empfangsgebäude entspricht jetzt dem aktuellen Stand von Komfort, Ästhetik und Technik. Auch auf dem umliegenden Gelände wurde neu gepflanzt und gepflastert.

Acht Jahre hat es gedauert, nun hat Kassel wieder einen vollwertigen Campingplatz in schönster Fuldalage.

Kassel - Als letzte Etappe der umfangreichen Sanierungsarbeiten auf dem Campingplatzgelände nahe der Damaschkebrücke wurde am Dienstag das neue Empfangs- und Wirtschaftsgebäude in Betrieb genommen – mit einem Bistrobereich, Sanitär- und Aufenthaltsräumen, Koch- und Waschgelegenheiten auf dem neuesten Stand, All das kann ab sofort von Campern genutzt werden, die seit der Platz-Öffnung am 18. Juni schon vereinzelt ihr Quartier an der Fulda aufgeschlagen haben.

Für sie endet eine Zeit jahrelanger Provisorien, etwa mit mobilen Sanitärcontainern. Der vormals privat betriebene Platz war 2013 nach einem Brand nicht mehr geöffnet worden. Nach jahrelanger Hängepartie pachtete die Stadt Kassel einen Großteil der Campingplatzfläche und betreibt sie ab 2017 in Regie von Kassel Marketing.

Nur auf die zentrale Parzelle mit dem Wirtschaftsbau hatte die Stadt zunächst keinen Zugriff. Vor dreieinhalb Jahren konnte die Stadt dann die fehlende Fläche aus einer Zwangsversteigerung heraus erwerben, im Sommer 2019 wurde der Vorbesitzer per gerichtlicher Räumung vor die Tür gesetzt. All das war ein hartes Stück Arbeit, das sich aber gelohnt habe, resümierte Oberbürgermeister Christian Geselle anlässlich der kleinen Einweihungsfeier.

In dem Neubau, der auf der Stelzenplatte des alten Gebäudes entstanden ist, gibt es jetzt unter anderem Waschmaschinen und Wäschetrockner sowie eine Gästeküche mit Kochfeldern, auf denen Camper auch größere Mahlzeiten kochen können. Ebenso wie die Duschen werden all diese Geräte mit einer Gäste-Magnetkarte freigeschaltet, die die bei der Abreise zu entrichtenden Benutzungskosten speichert.

Die Karte funktioniert auch als Türöffner auf dem Gelände, das mit schnellem drahtlosem Internet ausgestattet ist und jetzt über 99 Standplätze in zwei Größenklassen verfügt. Auf der großen Wiese am Fuldaufer können außerdem bis zu 30 Zelte aufgebaut werden. Die Stadt arbeitet außerdem daran, noch einen Bootsanlegeplatz direkt am Campingplatz-Ufer genehmigt zu bekommen. Das ist aber wohl kein Thema mehr für diese Saison.

Kassel Marketing schmeißt vorerst den Betrieb: Die Mitarbeiterinnen Luna Wirkus (links) und Karin Kloos im Bistro- und Rezeptionsbereich.

Gleiches gilt für die Campingplatz-Gastronomie in dem freundlich gestalteten Bistro mit Freiterrasse und Panoramablick durch raumhohe Fenster auf den Fluss. Zum Start werde der Platz durch eigene Mitarbeiter von Kassel Marketing betrieben, sagte Geschäftsführer Andreas Bilo von den städtischen Touristikern. Wer das Bistro dann auf längere Sicht bewirtschaften werde, sei noch nicht klar. Eine Küche entsteht jedenfalls derzeit noch angrenzend an Bistro und Rezeptionsbereich. Schon jetzt kann man dort Getränke und kleine Snacks erhalten und sich fürs Frühstück auch Brötchen per Lieferservice bestellen.

Da die Fertigstellung des Kasseler Campingplatzes mit dem Neustart des Freizeittourismus zusammenfällt, hoffen die Akteure aus Rathaus und Touristik, dass Kassel künftig ein größeres Stück vom Gäste-Kuchen abbekommen wird. (Axel Schwarz)

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