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Campingplatz Kassel mit Besucherrekord im documenta-Jahr

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Von: Axel Schwarz

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Viel Platz und ein brandneues Empfangsgebäude: Der Camping- und Wohnmobilplatz nahe der Damaschkebrücke an der Fulda hat jetzt offiziel 4 Sterne.
Viel Platz und ein brandneues Empfangsgebäude: Der Camping- und Wohnmobilplatz nahe der Damaschkebrücke an der Fulda hat jetzt offiziel 4 Sterne. © Stadt Kassel/Mario Zgoll

40.000 Übernachtungen werden auf dem von der Stadt betriebenen Touristikgelände bis zum Saisonende Anfang November erwartet. Das wären etwa doppelt so viele Gäste wie im Vor-Corona-Jahr 2019.

Kassel – Im laufenden documenta-Jahr haben so viele touristische Gäste wie nie auf Kassels städtischem Wohnmobil- und Campingplatz an der Fulda Quartier bezogen. Bis Ende September wurden 33 200 Übernachtungen gezählt, bis zum Saisonende am 6. November erwarten die Betreiber von Kassel Marketing rund 40 000 Übernachtungen. Das wären annähernd doppelt so viele wie im jüngsten regulären Vor-Corona-Jahr 2019, als 21 529 Übernachtungen gezählt wurden.

Am besucherstärksten waren naturgemäß die 100 Tage der Weltkunstschau in Kassel. Allein im August haben Kunstfans und andere Touristen 10 330 Mal auf dem Platz übernachtet. Etwa ein Viertel der Camper und Wohnmobilisten war aus dem Ausland angereist, die Meisten davon aus den Niederlanden.

Ein Teil der Gäste hatte das Zelt auf der benachbarten Wiese des Rudervereins vom Goethe-Gymnasium aufgeschlagen. Aufgrund der angenehmen Zusammenarbeit könne man sich vorstellen, auch in Zukunft bei größeren Ereignissen in der Stadt zu kooperieren, hieß es von Kassel Marketing. Seit der Eröffnung des neuen Empfangs- und Wirtschaftsgebäudes im vergangenen Jahr können die Gäste diverse neue Räumlichkeiten und Serviceangebote nutzen. Während der documenta stand täglich ein Imbisswagen von den Betreibern der Kantine im Rathaus bereit. In der kommenden Saison soll es laut Kassel Marketing ein erweitertes gastronomisches Angebot mit Frühstück, Eis und kleinen Speisen im Empfangsgebäude geben. Parallel werde auch der Imbisswagen in den Sommermonaten zu festen Zeiten wieder vor Ort sein.

Bewährt hat sich laut den Betreibern auch die Zusammenarbeit mit der Baunataler Diakonie Kassel (BDKS): Mehrere Mitarbeitende mit Handicap kümmern sich etwa um Gästeempfang, Reinigung und Platzpflege. Zwei Personen sind inzwischen dauerhaft auf dem Platz beschäftigt, drei feste Stellen sollen es ab der kommenden Saison sein. Vorstandsmitglied Gerrit Jungk von der BDKS spricht von einem „hessenweit einzigartigen Inklusionsprojekt“, für das es bereits eine Auszeichnung gab.

Eine weitere begehrte Auszeichnung, nämlich die 4-Sterne-Klassifizierung vom Bundesverband der Campingwirtschaft, hat der idyllisch an der Fulda gelegene Kasseler Platz Mitte September erhalten. Seit das viele Jahre brachliegende und verwahrloste Gelände 2017 unter städtischer Regie neu eröffnet wurde, sei eine entsprechende Aufwertung das Ziel gewesen, sagte Geschäftsführer Andreas Bilo von Kassel Marketing. Das 4-Sterne-Prädikat sei nun „eine schöne Bestätigung, dass wir dieses Ziel nun auch ganz offiziell erreicht haben“ und dass sich die Investitionen in den Campingplatz gelohnt hätten.

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