Octavia AG hat Bild aus Pflanzen anfertigen lassen

Der Herkules aus Moos: Kasseler Firma lässt ungewöhnlichen Wandschmuck installieren

Ein Herkules aus Isländischem Moos: Marketing-Managerin Kristin Clauß von der Octavia AG und Mitja Könnecke von Könnecke Begrünungen vor dem Moos-Bild.
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Ein Herkules aus Isländischem Moos: Marketing-Managerin Kristin Clauß von der Octavia AG und Mitja Könnecke von Könnecke Begrünungen vor dem Moos-Bild.

Es soll für ein gutes Raumklima sorgen, den Schall dämpfen und nicht zuletzt natürlich auch schön aussehen. Das Kasseler SAP-Beratungshaus Octavia hat ein großes Herkules-Moosbild für sein neues Firmendomizil an der Tischbeinstraße anfertigen lassen.

Kassel - „Es ist das größte, das wir bislang erstellt haben“, sagt Mitja Könnecke von Könnecke Begrünungen aus Niestetal. Insgesamt gebe es aber eine steigende Nachfrage nach echtem Moos für die Innenraumgestaltung.

Bei Octavia habe man sich auf Vorschlag der Innenarchitektin für die ungewöhnliche Wandbegrünung entschieden, weil es so möglich gewesen sei, auch Räume ohne direktes Tageslicht attraktiv zu gestalten, sagt Marketing-Managerin Kristin Clauß.

Deshalb ist nicht nur im Eingangsbereich der Firma der in der Form einzigartige Moos-Herkules entstanden, sondern auch die Wände der Kantine wurden mit grünen Teppichen verziert.

„Ein großer Vorteil ist, dass das konservierte Moos keine Pflege braucht. Auch Sonnenlicht kann ihm nichts anhaben“, sagt Könnecke.

Bei der verarbeiteten Pflanze handelt es sich aber nicht um Moos, das sich in nordhessischen Gärten finden lässt. Es ist Isländisches Moos, das in den Bergen ab 1500 Metern wächst und botanisch gesehen gar nicht zu den Moosen gehört, sondern zu den Flechten. Könnecke bezieht es aus Litauen, wo es geerntet werde. Ein Quadratmeter konserviertes Isländisches Moos – das unkonserviert auch in Hustenpastillen verarbeitet wird – koste 650 Euro, sagt der Pflanzenexperte.

Hinzu komme die Arbeitsleistung für das stundenlange Aufkleben der Flechten auf eine Unterlage. Was Octavia für den grünen Herkules bezahlt hat, will Clauß nicht verraten. Viele Mitarbeiter und Kunden hätten aber spontan Lust gehabt, das empfindliche Kunstwerk zu berühren. Weil das nicht geht, wurde ein kleines Moos-Muster ausgelegt, damit jeder mal zugreifen darf. (Bastian Ludwig)

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