Fällung nun erst 2020 möglich

Heinrich-Heine-Straße in Kassel: Linden bleiben vorerst stehen

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Um sie geht es: Die Linden in der Heinrich-Heine-Straße.

Die Frist für die von der Stadt geplante Fällung von 90 Bäumen an der Heinrich-Heine-Straße ist am Donnerstag abgelaufen. Jetzt gilt eine naturschutzrechtliche Schonzeit wegen der Vogelbrut.

Zur Erinnerung: Eigentlich sollte die lange geplante Sanierung der Heinrich-Heine-Straße im Frühjahr beginnen. Im Vorfeld hätten 90 von insgesamt 137 Linden gefällt werden sollen. Dafür waren 122 Nachpflanzungen vorgesehen. Die alten Bäume, so die Begründung des städtischen Umwelt- und Gartenamtes, hätten teilweise keine lange Lebenserwartung mehr.

Gegen die geplante und von der Unteren Naturschutzbehörde genehmigte Fällung hat die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Beschwerde eingelegt und sich eine Klage vorbehalten. Unterstützt wird das von den Umweltverbänden BUND und Nabu.

Jetzt sieht es so aus, als müsse die Fällung der Bäume um mindestens ein Jahr verschoben werden. Welche Auswirkungen das auf die Straßensanierung hat, ist unklar. So lange die Bäume stehen, kann jedenfalls der geplante Umbau der Straße mit neuen Versorgungsleitungen nicht beginnen. Die Stadt Kassel hat angekündigt, sich in der kommenden Woche dazu zu äußern. Es geht unter anderem um Fördergeld des Landes in Höhe von 700.000 Euro, das möglicherweise verfällt. Auch deshalb haben die zuständigen Ortsbeiräte (Südstadt und Wehlheiden) das Vorgehen der Umweltverbände kritisiert. 

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