Heiße Rhythmen auf der Herbstausstellung in Kassel

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Rhythmus im Blut: Leonardo Marques Matos und Elizabeth Caicedo stammen aus Brasilien beziehungsweise Kolumbien, leben aber in Kassel. Er unterrichtet die brasilianische Kampfkunst Capoeira in der Kampfsportakademie Umbach (Erzbergerstraße), sie betreibt das Alma Latina Tanz- und Sportstudio in der Kurfürstenstraße. Auf der Herbstausstellung zeigen die beiden ihr Können auf der Bühne in Halle 8.

Kassel. Brasilien? Das ist doch das Land, in dem Deutschland Fußballweltmeister wurde. Stimmt. Aber Brasilien ist so viel mehr als das. Davon kann man sich auf der Sonderschau auf der Kasseler Herbstausstellung überzeugen.

Ein Hauch brasilianischer Exotik weht durch die Hallen - im wahrsten Sinn des Wortes, denn dort kann man unter anderem Feijoada probieren.

„Ganz ausgezeichnet“, schmecke das, sagt Barbara Haupt aus Kassel. Sie und ihr Mann Peter lassen sich das brasilianische Nationalgericht aus schwarzen Bohnen und verschiedenen Fleisch- und Wurstsorten schmecken, dazu werden traditionell Orangen- oder Zitronenscheiben, Reis und eine Beilage aus Maismehl gereicht. Auch die neue brasilianische Snackbar Tapi oka (Nähe Martinskirche) bietet ihre Spezialitäten auf der Herbstausstellung an.

Wie heißblütig es hierzulande zugeht, zeigt zum Beispiel die Kasseler Capoeira-Gruppe von Leonardo Marques Matos. Der 34-jährige gebürtige Brasilianer gibt seit April Kurse in dem Kampfsport, der eine Mischung aus Tanz, Kampf und Musik ist.

Verena Kehl ist die Marques’ Frau. Sie unterstützt ihn bei der Organisation der Kurse und kennt die Ursprünge des Sports. „Afrikanische Sklaven haben ihn nach Brasilien gebracht und den Kampfsport aus Schutz vor ihren Herren als Tanz getarnt.“ So sei es zu der Mischung der beiden Elemente gekommen. Am Samstag steht Marques Matos um 16 Uhr auch wieder gemeinsam mit seinen Schülern aus Kassel auf der Bühne. An den restlichen Tagen zeigt er jeweils um 11, 13 und 15.30 Uhr gemeinsam mit anderen Capoeira-Profis sein Können.

Brasilianische Rhythmen: Herbstausstellung in Kassel

Dazwischen schwingt Elizabeth Caicedo ihre Hüften zu Sambaklängen. Die gebürtige Kolumbianerin betreibt ein Tanzstudio an der Kurfürstenstraße und unterrichtet dort neben Samba auch Salsa, Bauchtanz, Zumba oder Ballett.

Wie sehr das nordhessische Herz im Sambarhythmus schlägt, zeigt sich am Andrang auf der Herbstausstellung: Vor der Bühne ist während der Shows kein Platz zu bekommen.

Von Sina Beutner

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