Medizinischer Dienst der Krankenkassen zieht ein

Ehemaliges Gericht wird zum Bürokomplex: Umbau an der Tischbeinstraße

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So soll es werden: Die Fassade des Gebäudes wird mit roten Glaselementen hergestellt. Das fünfte Geschoss wurde bereits aufgesetzt.

Wo fast 35 Jahre lang das Verwaltungsgericht Kassel beheimatet war, entsteht nun ein neuer Bürokomplex: Das Gebäude an der Tischbeinstraße 32 wird derzeit saniert und  aufgestockt.

Im Spätsommer wird am Fuße des Weinbergs unter anderem der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) mit 180 Mitarbeitern einziehen.

Der Bau wurde ab 1957 von der Druckerei Meister errichtet, die heute unter Meister Print & Media firmiert. Bis heute ist die Firma Eigentümerin der Immobilie. Sie hatte das Gebäude bis 1984 selbst genutzt und war dann nach Waldau umgezogen.

Gericht ist Ende 2018 umgezogen

„Nachdem das Verwaltungsgericht Ende 2018 an die Goethestraße umgezogen ist, haben wir uns zu dem Umbau unserer Immobilie entschieden. Sie wird künftig stärker ins Auge fallen als bislang“, sagt Hubertus Wicke, Geschäftsführer der Firma Meister. 

Die bislang bestehenden 4000 Quadratmeter Nutzfläche werden bereits seit dem Frühjahr kernsaniert. Zudem erhielt der ursprünglich viergeschossige Bau ein weiteres Geschoss mit zusätzlichen 1000 Quadratmetern Bürofläche.

So sah das Gebäude früher aus: Hier residierte 35 Jahre lang das Verwaltungsgericht.

Bauarbeiten im ehemaligen Gericht bis Sommer 2020

Das Staffelgeschoss ist in Holzbauweise errichtet worden. Dafür habe der Kasseler Holzhändler Jordan 500 Kubikmeter Holz geliefert, berichtet Lucas Wicke, Mitgeschäftsführer des Bauherrn. Die Fassade wird mit roten Glaselementen gestaltet.

Die Bauarbeiten sollen im Sommer 2020 abgeschlossen sein. Neben dem MDK, der von seinem bisherigen Standort bei K+S an den Weinberg umzieht und drei Etagen belegen wird, werden die Kasseler Octa Via AG und das Prüfungsamt des Hessischen Rechnungshofes weitere Flächen beziehen.

Verhandlungen mit der Landesärztekammer

 Der Rechnungshof ist bereits in einem Nachbargebäude beheimatet und erweitert sich. „Zudem verhandeln wir noch mit der Landesärztekammer um einen Mietvertrag“, sagt Hubertus Wicke.

Zur Höhe der Investition will sich der Bauherr nicht äußern. Die Geschichte der Kasseler Druckerei Meister Print & Media reicht bis ins Jahr 1889 zurück. Als Architekten des Umbaus wurden Frank Ries (Kassel) und Marco Herdina (Immenhausen) beauftragt.

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Kommentare

Williwiss
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Es geht doch aufwärts mit Kassel

presse-boxAntwort
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Ich weiss nicht, ob eine knallrote Fassade eine Verschönerung an diesem Bürobau darstellt oder ob eine weiße oder helle Glassfassade nicht besser gewesen wäre. Was die Parkplätze angeht, das Gericht hatte vorher auch Angestellte und Besucher. So dramatisch viel anders wird das sicher auch nicht werden. Dennoch Tiefgaragen sind für mögliche Erweiterungen sinnvoll. Apropos, wann kommt endlich ein modernes Multfunktionsparkhaus an die Friedrichstraße Ecke Königstor? Vor Jahren war in der HNA ein Neubau angekündigt.....

klaus mustermannAntwort
(0)(0)

tagsüber ist hier nichts zugeparkt. einige kommen bestimmt auch mit bus und bahn. die haltestellen sind ja gleich um die ecke. also keine panik.

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