Stadt will Grünstreifen absperren

Parken an Auestadion und Eishalle: Absolutes Halteverbot immer wieder ignoriert

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Sorgt sich um die Allee: Der Biologe Peter-Joachim Focke an dem zerfahrenen Grünstreifen.

Immer bei Heimspielen der Huskies und des KSV: Der Grünstreifen an der Damaschkestraße, der in unmittelbarer Nähe zu Eishalle und Stadion liegt, wird als Parkplatz missbraucht.

Entsprechend zerfahren sind die Grünflächen, die sich auf der Straßenseite in Fahrtrichtung Auetadion/Eishalle befinden. Dabei gilt auf dieser Straßenseite absolutes Halteverbot. Nun will die Stadt gegensteuern.

Peter-Joachim Focke ärgert sich schon seit Langem über die Situation. Der Biologe joggt regelmäßig an der Damaschkestraße vorbei. Focke geht es nicht in erster Linie darum, die Falschparker zu ahnden. Ihm liegt am Schutz der Baumallee. „Durch das Parken werden die Wurzeln der Bäume beschädigt und durch das Gewicht der Autos wird der Boden verdichtet“, sagt Focke. Beides führe zu Schäden an den insgesamt 26 Berg-Ahornen.

Parken an Damaschkestraße schadet Bäumen

„Die Verdichtung des Bodens sorgt dafür, dass die Mineralstoffzufuhr der Bäume erschwert wird“, erläutert Focke. Welche Schäden durch die Lenkmanöver verursacht werden, zeigt der Biologe anhand mehrere Bäume. An etlichen Stellen sind die Wurzeln, die an vielen Stellen aus dem Boden herausragen, zerbrochen. „An diesen Stellen können Bakterien und Pilze eindringen. Hinzu kommen das Öl und andere Chemikalien, die hier aufgrund des Parkens in den Grünstreifen versickern.“

Alltagsfrage: Darf ein Fußgänger eine Parklücke blockieren?

Um sich für die Allee einzusetzen, hat er schon zwei Briefe an das Umwelt- und Gartenamt geschickt. Diese blieben unbeantwortet, sagt Focke. Aus Sicht des Biologen gibt es im Umfeld der Sportstätten ausreichend alternative Parkplätze – etwa am Auedamm. „Da muss man nur ein paar Meter mehr laufen.“

Sorgt sich um die Allee: Der Biologe Peter-Joachim Focke an dem zerfahrenen Grünstreifen.

In früheren Jahren war der Grünstreifen von der Stadt mit Baumstämmen geschützt worden, die parallel zum Bordstein abgelegt wurden. So wurde ein Befahren des Grünstreifens verhindert. Nachdem die Stämme verschwunden waren, kam es wieder zu den regelmäßigen Parkverstößen.

„Das Parken im ausgeschilderten Halteverbot und auf Grünflächen ist untersagt“, stellt ein Stadtsprecher klar. Die Stadt werde in diesem Jahr an geeigneten Flächen wieder Baumstämme platzieren. Auf diese Weise soll das Problem gelöst werden.

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