Suche nach Blindgängern geht weiter

Keine Bombe unter Straße: Bald wieder freie Fahrt am Auedamm

Nach der Bombensuche wird die Fahrbahn erneuert: Am Auedamm entfernt Vicenzo Ravaci von der Firma Rohde die Reste des alten Belags. Bis zum Wochenende wird hier alles frisch geteert. Fotos: Fischer

Kassel. Es ist die erste Entwarnung bei der Bombensuche zwischen der Drahtbrücke und dem Rondell vor der Orangerie.

„Unter dem Auedamm haben wir nichts gefunden, keine Bombe und auch keine anderen Gegenstände aus Metall“, sagt Karsten Bechert. Der Feuerwerker von der Kampfmittelräumung der Firma Tauber (Weiterstadt) hat die Straße bereits freigegeben. Sie wird jetzt im Bereich der Hessenkampfbahn frisch geteert. Ab dem Wochenende können hier voraussichtlich wieder Autos durchfahren. Zumindest von den Bombensuchern gibt es dafür grünes Licht. Am Freitag sollen auch die Pflasterarbeiten an der Wendeschleife vor der Orangerie fertig werden. Das Restaurant ist ebenso wie das Auebad und die Bootshäuser am Fuldaufer aus Richtung Drahtbrücke erreichbar.

Vieles spricht dafür, dass der unter dem Auedamm vermutete Blindgänger bereits in den Nachkriegsjahren weggeräumt wurde. Nach der Auswertung von Luftbildern habe man gezielt nach der nicht detonierten Bombe gesucht, sagt Bechert. Neben den deutlich erkennbaren Kratern nach einer Explosion seien die Einschläge der Blindgänger nicht viel größer als ein Maulwurfshügel.

Die nächste Verdachtsfläche, die die Männer vom Kampfmittelräumdienst untersuchen, befindet sich am Rand des Parkplatzes vor der Drahtbrücke. Hier soll im Sommer das Kulturzelt aufgebaut werden. Und zwar auf einem Gelände, das 70 Jahre nach Kriegsende dann endlich gründlich auf Bomben untersucht ist. Das gilt auch für den Zissel mit seinen Ständen und Bühnen am Fuldaufer.

Sechs Meter tief

Vorbereitungen für die Bohrung: Karsten Bechert überprüft das Gelände mit einem Kabelsuchgerät.

Vor der Drahtbrücke wird es im Umkreis eines vermuteten Blindgängers 33 Sondierungsbohrungen geben. Bis zu sechs Meter treibt Dieter Frühwein den Bohrer in den Untergrund. Die erste Bohrung ist besonders sensibel. „Sobald ich einen Widerstand spüre, ist Schluss“, sagt Frühwein, der das Gerät steuert. Wenn das erste Loch gebohrt ist, wird mit der Sonde gemessen. Die deckt einen Umkreis von gut einem Meter ab. Die zweite Bohrung findet dann in dieser sicheren Zone statt. So arbeiten sich die Männer von außen zum vermuteten Blindgänger vor.

„Das größte Problem sind die ganzen Kabel und Leitungen“, sagt Karsten Bechert. Vor der ersten Bohrung geht er das Gelände mit einem elektronischen Kabelsuchgerät ab. Neben der Drahtbrücke gibt es noch zwei weitere Verdachtspunkte am Fuldaufer.

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