Kulturzelt-Auftakt: Jetzt darf es etwas lauter werden

Freude über den gelungenen Auftakt: Von links Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke, Dr. Ties Tiessen (Vorstand Wintershall), Kulturzelt-Programmmacher Lutz Engelhardt, Wintershall-Chef Mario Mehren, Angelika Umbach (Kulturzelt) und die Wintershall-Vorstände Dr. Gerhard König und Martin Bachmann. Foto:s  Koch

Kassel. Auf diesen Sommerstart haben viele Kasseler lange gewartet: Mitreißender Soul von der französischen Sängerin Nina Attal und ihrer Band und ein herrlich lauer Abend im temporären Biergarten am Fluss prägten den Auftakt der Kulturzelt-Saison an der Drahtbrücke, bei dem es einige Neuerungen gab.

Das Eröffnungskonzert, zu dem traditionell viele Ehrengäste kamen, war erstmals unbestuhlt. Hatten Künstler, die sich auf der Bühne verausgaben, bislang in Reihen freundlich-zurückhaltender Honoratiorenmienen geblickt, sprang der Soul-Funke diesmal auf Anhieb in die wogende Masse vor der Bühne über. Das war auch nach dem Geschmack von Mario Mehren, dem neuen Chef von Hauptsponsor Wintershall: „Ich mag Musik nur, wenn sie laut ist“, outete er sich unter Applaus mit einem Grönemeyer-Zitat.

Ach ja, die leidige Lautstärke. Neu ist auch, dass das Dach des temporären Konzertbaus mit hohem Aufwand schallgedämmt wurde – Anwohnerbeschwerden aus der Unterneustadt waren der Anlass. „Nun hört man draußen fast nichts mehr“, bilanzierte Oberbürgermeister und Kulturdezernent Bertram Hilgen die Akustikbau-Nachrüstung. Um dies zu unterstreichen, ließ Kulturzelt-Organisatorin Angelika Umbach vor Konzertbeginn säuerliche Grüße über die Fulda senden: Die Sound-Anlage spielte mit voller Dröhnung „Meine Stadt ist zu laut“, eine musikalische Spießer-Schelte der Band Kraftklub.

Neue Akzente gab es auch bei der anschließenden Sponsorenparty, die Wintershall zum Eröffnungsabend für 300 geladene Gäste ausrichtete. Gefeiert wurde nicht wie in den Vorjahren auf dem Gelände des Kurbades Jungborn, sondern gegenüber rund um die Kantine des Regierungspräsidiums. Bühnengestalter Oliver Doerr und sein Team hatten den Raum und das Außengelände mit Lounge-Elementen gestaltet und illuminiert. Noch lange feierten die Gäste dort, wie auch das Publikum auf der Wiese vor dem Zeltbau.

Mit dabei beim Eröffnungsabend: EAM-Chef Georg von Meibom und Ärztin Dr. Sigrid von Meibom, Landesbischof Dr. Martin Hein mit Ehefrau Ruth Hein, Andreas und Dorothée Fehr (Fehr Entsorgung), Staatstheater-Intendant Thomas Bockelmann, Antje-Gudrun Russo (Lederhaus Schumann), Torsten und Françoise Evers (früher Heinsius & Sander), Christine Knüppel (Kulturzentrum Schlachthof), documenta-Geschäftsführerin Annette Kulenkampff und Markus Braband (Museumsverein).

Auftakt beim Kulturzelt Kassel mit Nina Attal

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