Sein Viertel hat alles, außer einer Drogerie

Song für die Kasseler Südstadt: Niederländer schreibt Ode an seinen Lieblingsstadtteil 

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Blick auf die Südstadt: Jero van Nieuwkoop hat seinem liebsten Stadtviertel einen Song gewidmet. Das Video dazu kann man sich im Internet ansehen.

Die Kasseler Südstadt hat es dem Niederländer Jero van Nieuwkoop angetan. Mit Freunden hat er einen Song für den Stadtteil komponiert. Doch sein Lieblingsplatz liegt woanders.

Eine Kneipe, ein Café, Restaurants, kleine Ladengeschäfte...“: Kunsthochschulstudent Jero van Nieuwkoop kam eines Abends mit Freunden auf eine lange Liste von Vorzügen des Viertels an der Kasseler Karlsaue. „Wir haben zwar die Frankfurter Straße hier, aber deshalb spielt sich das Leben auch viel in den Seitenstraßen ab. Fast wie in einem Dorf“, sagt er. Der gebürtige Niederländer lebt seit knapp vier Jahren in Kassel – natürlich in der Südstadt. „Wir haben eigentlich alles hier. Nur eine Drogerie fehlt“, stellt der 30-Jährige fest.

„Ich liebe halt die Südstadt“, sagt Nieuwkoop. Aus dem Bekenntnis wurde ein Song. Und, wie es an der Kunsthochschule üblich ist, bekam er auch schnell Unterstützung. Robin Stummvoll schwang sich hinter den Rechner und an das Keyboard, während van Nieuwkoop innerhalb einer Stunde den Text zu Papier brachte. „Ich habe viele Dinge eingebaut, die ich zuvor erlebt habe.“

„Das Beste, was aus der Innenstadt kommt, ist die Straßenbahn in die Südstadt.“

Schnell kam die Idee auf, noch ein Musikvideo zu drehen. Paul Mayer (Kamera und Schnitt) und Uli Baumann (Grafik) sprangen mit ins Boot. Herausgekommen ist ein gerappter Streifzug durch van Nieuwkoops Lieblingsstadtteil: Von einem Besuch bei Wikullil, wo auch der von ihm gestaltete Südstadtpulli erhältlich ist, über einen Einkauf beim Tegut bis zu einer Stippvisite beim KSV Hessen im Auestadion. „Mein allerliebster Ort in Kassel ist aber oben auf der Grimmwelt, mit Blick auf die Frankfurter Straße.“

Insgeheim hofft er jetzt auf eine musikalische Antwort aus der Nord- oder Innenstadt. Mit einem Lächeln sagt er: „Das Beste, was aus der Innenstadt kommt, ist die Straßenbahn in die Südstadt.“ Dann schwingt er sich auf sein Hollandrad und fährt die Frankfurter Straße hinunter.

Von Maxi Weber

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