Initiative gegen nicht bewohnte Häuser: „Leerstands-Melder“ am Start

„Leerstandsmelder“ - so heißt eine kürzlich gegründete Internet-Initiative. Die Gründer, meist junge Leute, sorgen sich um den zunehmenden Leerstand von Häusern in den Städten.

Zwei Studentinnen, die anonym bleiben möchten, stellten jetzt dem Ortsbeirat Südstadt das Projekt in Kassel vor.

Es gebe zu wenig Wohnungen in Kassel für Studenten, Flüchtlinge und andere weniger Betuchte. Der Grund sei, dass viele Häuser und andere Gebäude leer stünden und ungenutzt verkämen, so die Kritik der beiden. Mit der Internet-Initiative wolle man auf das Problem hinweisen und das Bewusstsein für die Verantwortung der Eigentümer schärfen, hieß es.

Wer in Kassel Leerstände entdeckt, kann sie auf der entsprechenden Seite melden oder finden, wie etwa das Hansa-Haus oder das Haus an der Holländischen Straße 42. Wie lange steht es leer, ob es im Privatbesitz ist, gibt es Gerüchte zum Abriss, das sind etwa Informationen, die man auf der Seite finden und hinterlassen kann. Persönliche Daten wie Namen dürfen nicht genannt werden.

Mit dem Projekt würden keine Wohnungen vermittelt, stellten die „Leerstands-Melder“-Vertreterinnen klar. Es gehe vorrangig darum, politischen Druck aufzubauen, damit langfristig Wohnraum besser genutzt werden könne. Etwa in der Kasseler Innenstadt, die nicht nur „Konsum- und Eventraum“ sein dürfe, sondern deren Leerstände stärker zum Wohnen genutzt werden müssten.

Die Frage aus dem Ortsbeirat, wie eine Verbindung zwischen Eigentümern und Interessenten herzustellen sei, damit sich etwas verändern könne, wurde nicht beantwortet. Der Ortsbeirat nahm die Ausführungen zur Kenntnis. (pom)

Informationen unter www.leerstandsmelder.de/kassel und kassel@leerstandsmelder.de

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