Uni Kassel

Erster Lichtblick an der Kunsthochschule: Sanierte Bibliothek hat eröffnet

Arbeitsplätze mit Blick ins Grüne: Katrin Rhodius, Leiterin des Bibliotheksstandorts in der Kunsthochschule, im Obergeschoss.
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Arbeitsplätze mit Blick ins Grüne: Katrin Rhodius, Leiterin des Bibliotheksstandorts in der Kunsthochschule, im Obergeschoss.

Die Kunsthochschule Kassel ist seit Jahren ein Sanierungsfall - inzwischen tut sich etwas. Der Standort der Uni-Bibliothek an der Menzelstraße ist im vergangenen Jahr saniert worden und hat wieder geöffnet. Unterdessen ist daneben der Neubau der Ausstellungshalle im Rohbau fertig.

Kassel – Ganz neue Perspektiven ergeben sich an der Kunsthochschule durch den Umbau der dortigen Bibliothek. So kann man nun vom Foyer der Kunsthochschule aus durch eine lang gezogene Glasfront direkt Einblick in die Bibliothek nehmen. Und auch im Inneren haben sich neue Durch- und Ausblicke eröffnet. Das bedeutet vor allem mehr Licht und ein freundlicheres Ambiente für den Standort der Uni-Bibliothek (UB), der ebenso in die Jahre gekommen war, wie der Kunsthochschulbau seit Langem ein Sanierungsfall ist.

Ein Jahr lang war die Bibliothek an der Menzelstraße geschlossen, zunächst coronabedingt, ab Juli dann für die Bauarbeiten. Am Montag, 22. März, eröffnen die Räume wieder. Dabei wird es für die Nutzer angesichts der Veränderungen einige Aha-Erlebnisse geben. So wurde der Eingang in das Treppenhaus verlegt, das nun auch genutzt wird, um in das Obergeschoss der Bibliothek zu gelangen. Die Wendeltreppe im Innern, die bisher beide Etagen verband, wurde abgerissen. Auf der dadurch gewonnenen Fläche sind zwei Büroräume entstanden.

Für das Untergeschoss wurden neue Möbel angeschafft, darunter farbenfrohe Sofas und Sitzecken, in denen nach der Pandemie Gruppenarbeit möglich sein wird. „Uns ging es darum, einen modernen Lernort geschaffen“, sagt Standortleiterin Katrin Rhodius. Der Ausblick in die Karlsaue ist dabei weiterhin ein Pluspunkt der Kunsthochschulbibliothek.

Auch im Obergeschoss sind direkt an der Fensterfront 32 Einzelplätze für Lektüre und Stillarbeit eingerichtet worden. Ein Teil der Ideen zur Umgestaltung ging aus einem studentischen Projekt von Prof. Martin Schmitz hervor.

Kern der Sanierung, die mit 350 000 Euro aus Hochschulmitteln finanziert wurde, war die Anpassung von Brandschutz, Beleuchtung, Elektrik und digitalen Anschlüssen. Die Technik stammte noch aus den 1960er-Jahren, als die Kunsthochschule erbaut wurde. „Hier haben noch Neonröhren gebrummt“, sagt Rhodius. Und statt auf dem Boden verklebter Kabel zu den Arbeitsplätzen liegt die Stromversorgung nun im Boden.

Im Sommer soll noch ein Aufzug an das Treppenhaus angebaut werden. Das diene nicht nur dem barrierefreien Zugang für die Nutzer, sondern auch den Arbeitsbedingungen des Bibliotheksteams, so Rhodius. Bislang mussten Medien mit der Sackkarre aus dem Depot im Keller bis ins zweite Geschoss transportiert werden. Ganz zu schweigen vom sanierungsbedingten Umzug mit allen Medien, darunter 66 000 Bücher und 90 Meter DVDs, ohne Lift. „Das war ein Kraftakt“, sagt die Standortleiterin.

Katrin Rhodius freut sich, dass es mit der auf Vordermann gebrachten Bibliothek nun ein „kleines Glanzstück“ an der Kunsthochschule gebe, die an vielen Stellen kein schönes Bild abgibt. In den nächsten Jahren werden weitere, seit Langem erwartete Sanierungsarbeiten im Umfang von insgesamt 20 Millionen Euro stattfinden.

Weit fortgeschritten ist unterdessen der Neubau der Ausstellungshalle im Innenhof des Nordflügels. Sie soll im Sommer eröffnet werden. Aus der Bibliothek blickt man direkt auf die schwarze Fassade des Holzbaus. Auch so eine neue Perspektive. (Katja Rudolph)

Neue Möbel als Hingucker: Das Untergeschoss hat als neu gestalteter Lernort gewonnen.

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