Was sich auf dem Gelände an der Fulda tut

Mehr Komfort auf Kassels Campingplatz: Neues Empfangsgebäude ist bald fertig

Baustelle vom neuen Funktionsgebäude auch dem Campingplatz Kassel an der Fulda Giesewiesen - von links Hubert Henselmann (Kassel Marketing) und Architekt Oliver Berger (Büro Schulze Berger)
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Endspurt beim Innenausbau: von links Hubert Henselmann (Kassel Marketing) und Architekt Oliver Berger vor dem Neubau auf dem Campingplatzgelände.

Der Neubau mit Sanitärräumen, einem Einkaufsladen und Gastronomie soll voraussichtlich Anfang Juni eröffnet werden. Auf dem Campinggelände gibt es dann auch schnelles Internet.

Kassel – Auf Kassels Campingplatz an der Fulda geht der Bau eines neuen Empfangs- und Wirtschaftsgebäudes in die letze Etape. Etwa Anfang Juni, sofern es die Pandemielage zulässt, soll der Neubau mit Rezeption, Sanitäranlagen, einem Einkaufsladen und Gastronomiebereich von den Campern genutzt werden können.

Bauherrin ist die Kassel Marketing GmbH, die den Campingplatz im Auftrag der Stadt betreibt. Der marode Altbau auf dem Gelände war ab dem vergangenen Oktober abgerissen worden. Eigentlich sollten die Betonpfeiler und die darauf ruhende Bodenplatte für den Neubau stehen gelassen werden. Das Gebäude steht auf Säulen, weil an der Fulda mit Hochwasser gerechnet werden muss.

Doch die alten Bauteile seien in schlechterem Zustand gewesen als erwartet, sagte Hubert Henselmann, Bereichsleiter Freizeittourismus bei Kassel Marketing. Damit an dem Neubau keine Feuchtigkeitsschäden auftreten, habe man auch die tragende Konstruktion neu gebaut. Der Kostenrahmen von 1,8 Millionen Euro könne voraussichtlich dennoch eingehalten werden.

Oberhalb der Bodenplatte ist das neue Bauwerk in Holztafelbauweise entstanden. Die Außenwände werden zurzeit verputzt, innen wird Estrich verlegt, dann geht es an die Feinarbeit beim Innenausbau. Parallel dazu wird auch der letzte Teil des Außengeländes fertiggestellt: Neben Pflasterarbeiten und Stromanschlüssen für die Parzellen werden auch weitere Hecken und Bäume auf dem Gelände gepflanzt.

Damit das Stelzengebäude auch für Camper mit Handicap erreicht werden kann, wird laut Henselmann neben der Zugangstreppe ein Plattformlift eingebaut. Die Gasheizung des Gebäudes werde durch Sonnenwärmekollektoren auf dem Dach ergänzt. Perspektivisch könne auch Strom auf der Dachfläche gewonnen werden – in den nächsten zwei Jahren wolle man zunächst den Strombedarf des Campingplatzes protokollieren und auf dieser Basis über eine geeignete Technik entscheiden.

Zunächst auf zwei Jahre wurde auch ein Vertrag mit der Baunataler Diakonie Kassel (BDKS) für den Betrieb der Gastronomie im Gebäude gemacht. In den vergangenen Jahren des provisorischen Platzbetriebs mit mobilen Sanitärcontainern hatte sich die BDKS bereits um das Platzmanagement gekümmert.

Wenn das Gelände dank des neuen Gebäudes wieder mehr Camper beherbergen kann, wird es samt dem angrenzenden Wohnmobilplatz insgesamt 120 Stellplätze geben. Dabei können sich die Nutzer auch über schnelles mobiles Internet auf der gesamten Anlage freuen: Sie wird in Zusammenarbeit mit der Städtische Werke Netz + Service GmbH an das städtische Glasfasernetz angebunden. Die Wlan-Zugriffspunkte stecken dann in den Stromanschlussboxen, die auf dem Platz verteilt sind.

Von Juni bis Ende September vergangenen Jahres wurden rund 14.000 Übernachtungen auf Kassels Campingplatz verzeichnet, trotz verkürzter Saison und reduzierter Stellplatzzahl. Mit Blick auf den anhaltenden Trend zum Campingurlaub und die documenta im nächsten Jahr komme die Aufwertung genau zur rechten Zeit, sagte Kassel-Marketing-Geschäftsführer Andreas Bilo. Die städtischen Touristiker rechnen mit künftig mindestens 25.000 Übernachtungen. (Axel Schwarz)

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