Fragen und Antworten

Millionen-Bau am Auestadion: Das bedeutet die zweite Eisfläche für Kassel und den Sport

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Pläne für die Zukunft: Simon Kimm, langjähriger Förderer der Kassel Huskies, vor der Eissporthalle, neben die nun eine zweite Eisfläche gebaut werden soll.

Kassel. Kassel wird eine zweite Eisfläche bekommen. Was aber bedeutet das für die Stadt und den Sport? Fragen und Antworten.

Wo soll die zweite Eisfläche entstehen?

Der Magistrat der Stadt Kassel hat am Montag für die zweite Eisfläche am Auestadion gestimmt. Geplant ist die neue Eisfläche auf dem Areal südlich der Eissporthalle – dort, wo derzeit der große Parkplatz ist. Joe Gibbs, Geschäftsführer der Kassel Huskies, sagt: „In der Planung war eine zweite Eisfläche von Beginn an vorgesehen.“

Wie soll die zweite Eisfläche denn aussehen?

Über Größe und Form gibt’s noch keine spruchreifen Informationen. „Es wäre verfrüht, darüber zu sprechen“, sagt Gibbs. „Wir müssen viele Faktoren berücksichtigen und beachten, was vonseiten der Stadt gewollt ist.“ Noch steht also auch nicht fest, wie der Bau der zweiten Eisfläche die Parkplatzsituation verändern würde. „Das muss die Stadt beantworten.“ Oberbürgermeister Christian Geselle will sich in den nächsten Tagen näher zum Thema äußern.

Wie ist Joe Gibbs' neue Rolle zu definieren?

Huskies-Geschäftsführer Joe Gibbs hat noch keine neue Funktion übernommen. Er gilt aber als möglicher Nachfolger Kimms bei Erbbaurecht und Eissporthalle. Gibbs schränkt es allerdings ein: „Das ist alles nicht so einfach. Da sind noch Punkte zu klären.“ Das Thema schwelt seit Wochen im Hintergrund. Bei entsprechenden Anfragen unserer Zeitung gaben sich Kimm und Gibbs seit Frühjahr stets zurückhaltend.

Haben sich die Kimms nun zurückgezogen?

Nein. „Sie sind weiter das Herz des Kasseler Eishockeys“, betont Huskies-Geschäftsführer Gibbs. „Edith und Simon Kimm sind enorm wichtig für uns mit ihrer Erfahrung und ihrem Wissen. Sie werden uns auch weiterhin unterstützen.“

Wie fallen die Reaktionen aus?

Joe Gibbs

Mit der Zustimmung des Magistrats ist die erste Hürde genommen. Gibbs sagt: „Wir bedanken uns für die tolle Unterstützung. Wir wollen solide planen. Die Huskies und die Stadt gehen gemeinsam in die richtige Richtung. Mit Christian Geselle haben wir einen super Oberbürgermeister, der Visionen hat, nicht nur im Sport. Wir haben über Jahre versucht, die zweite Eisfläche zu realisieren. Dieser Schritt ist eine super Sache für die Stadt, für Nordhessen.“

Wer profitiert von der zweiten Eisfläche?

Nicht nur die Sportler, sondern auch Stadt und Region. Denn eine zweite Eisfläche ermöglicht es beispielsweise, parallel Konzerte und Training der Profis abzuhalten. „Wir können nicht nur Eishockey, sondern auch andere Veranstaltungen planen“, erklärt Gibbs.

Welche sportlichen Vorteile bringt eine zweite Eisfläche mit sich?

Die liegen auf der Hand: „Der Nachwuchs der Eishockey-Jugend kann dort trainieren, die Damenmannschaft und all die anderen Sportler, die auf dem Eis unterwegs sind und sich derzeit die Eiszeiten teilen“, sagt Gibbs. Wie und ob auf der zweiten Eisfläche auch öffentlicher Eislauf stattfinde, stehe derzeit noch nicht fest.

Ist nun auch eine umfangreiche Modernisierung der Eissporthalle geplant?

Zunächst nicht, erklärt Gibbs. „Pläne für eine große Renovierung haben wir derzeit nicht. Aber den Anspruch zu modernisieren, haben wir. Wir gehen Schritt für Schritt und haben kontinuierlich die Infrastruktur verbessert – wie etwa den Brandschutz, die Lüftung, die Musikanlage. Leider sind das keine Modernisierungen, die man sofort sieht.“

Was ist mit dem Handball-Bundesligisten MT Melsungen?

In der Vergangenheit hatte immer mal wieder die Möglichkeit im Raum gestanden, dass die Huskies und die Bundesliga-Handballer der MT Melsungen gemeinsam eine Multifunktionshalle nutzen könnten. Melsungens Manager Axel Geerken erklärte am Montag allerdings auf Anfrage: „Unser Ziel ist es, in einer Multifunktionsarena zu spielen. Wir halten ständig Ausschau und sind für Gespräche offen. Ich weiß nicht, wie eine Kooperation mit den Huskies aussehen könnte. Das ist eher kein Thema.“

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