Kleingartenverein Hofbleiche in der Südstadt

Nach Unwetter in Kassel: Mauer muss wieder her

Umgefallene Mauer am Kleingartenverein Hofbleiche: Am Rand zur Karlsaue war bei dem Hochwasser im Juni die Mauer komplett umgestürzt. Unverändert liegt sie heute noch da. Foto: Koch

Südstadt. Mit den Folgen, die im Juni ein Unwetter mit starkem Regen angerichtet hatte, werden die Mitglieder des Kleingartenvereins Hofbleiche in der Südstadt wohl noch länger zu tun haben.

Die Schäden, die die Wassermassen auf ihren Parzellen unterhalb des Weinbergs verursacht hatten, sind weitgehend behoben. Ein Drittel der 36 Gärten war verwüstet, nachdem dort das Wasser 80 Zentimeter hoch gestanden hatte.

In der Unwetternacht war aber auch die Mauer zwischen Kleingartengelände und Karlsaue auf einer Länge von 50 Metern umgestürzt. Wie man gut erkennen kann, hat das Bauwerk aus Felssteinen kein Fundament. Noch heute liegt es, zum Teil überwachsen, auf der Seite am Rand des Geländes der Kleingärtner.

Die Mauer soll von der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK), die der Verpächter des Grundstücks ist, wieder aufgebaut werden. Weil das Bauwerk denkmalgeschützt sei, müsse jeder Stein abgetragen und nummeriert werden, hatte die HNA seinerzeit von der MHK erfahren. Bis heute ist aber nichts passiert. Dazu sagt Natascha Callebaut, zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der MHK: „Aufgrund der Vielzahl an Sturmschäden ist es nicht möglich gewesen, die Mauer noch in diesem Jahr instand zu setzen.“ Die Arbeiten seien für das kommende Jahr eingeplant. „Sie werden direkt nach Ende der Frostperiode im Frühjahr 2015 starten.“

Über diese Verzögerung sind die Kleingärtner verärgert. „Es betrifft vor allem die Gärten, in die die Mauer reingeplumpst ist“, sagt Kleingartenvereinsmitglied Susanne Herold. Das Schlimme sei, dass die Steine nicht angerührt werden dürfen. „Uns sind die Hände gebunden.“ Die betroffenen Kleingärtner könnten in ihren Gärten nichts machen. „Es ist unmöglich, dass die MHK uns so hängen lässt.“ Ohne Mauer gebe es auch keinen Schutz vor neuen Niederschlagsmassen in den Gärten.

Ursache für die Schäden im Sommer waren große Wassermassen aus der nahen Kleinen Fulda, einem Unterlauf der Drusel. In großer Geschwindigkeit war der Bach über die Ufer getreten.

Von Christina Hein

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