60 Stellplätze und Fläche für 25 Zelte geplant

Nach vier Jahren Pause: Campingplatz eröffnet am 1. Juni in Kassel

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Idyllisch gelegen: Kassels Campingplatz soll im nächsten Jahr wieder öffnen, zunächst auf den beiden, insgesamt 1,2 Hektar großen Flächen, die die Stadt von Bund und Land pachtet. Das Kerngrundstück mit dem Gebäude befindet sich noch in Privatbesitz.

Kassel. Frohe Kunde für Kassel-Besucher, die gern mit Wohnmobil oder Wohnwagen unterwegs sind: Der Campingplatz an der Fulda oberhalb der Damaschkebrücke soll am 1. Juni seine Tore öffnen.

"Wir warten jeden Tag auf die Baugenehmigung", sagte Hubert Henselmann von Kassel Marketing im Ortsbeirat Südstadt, wo er die Pläne erläuterte. Ob der Campingplatz tatsächlich zu dem anvisierten Datum öffnen kann, hängt davon ab, ob das Regierungspräsidium rechtzeitig grünes Licht gibt. Denn die beauftragte Gartenbaufirma brauche zehn bis zwölf Wochen zur Herrichtung des Geländes, sagte Henselmann.

Bauherr des Projekts ist die stadteigene Wohnungsgesellschaft GWG. Die Rodungsarbeiten seien wegen der bevorstehenden Vogelbrutzeit schon erledigt worden, teilte Henselmann mit. Vorgesehen sind 60 parzellierte und von Hecken eingefriedete Stellplätze mit einer Größe von bis zu 100 Quadratmetern, sodass auch luxuriöse Wohnmobile Platz finden. Auf dem Geländestreifen direkt am Fuldaufer sollen Camper die Gelegenheit haben, bis zu 25 Zelte aufzubauen.

Die Übernachtungspreise werden laut Henselmann zwischen zwölf Euro für einen Zeltplatz bis zu 26 Euro für die größten Stellplätze liegen. Die Vermarktung laufe in Kürze an. Sechs Prozent der Besucher der vergangenen documenta hätten angegeben, sie würden gern mit dem Wohnmobil oder dem Wohnwagen in Kassel übernachten.

Damit bekommt Kassel nach vier Jahren Pause wieder einen Campingplatz. Das frühere "Fulda Camp" war 2013 von dem damaligen Betreiber nach einem Brand trotz des mehrfachen Drucks der Stadt nicht wieder eröffnet worden. Einen Verkauf hat der Eigentümer, dem das Kernstück des Campingplatzes mit dem Verwaltungs- und Sanitärgebäude gehört, immer abgelehnt. Inzwischen gibt es ein Zwangsversteigerungsverfahren. Die Stadt wolle dieses Gelände gern erwerben, sagte Henselmann. Die das frühere "Fulda Camp" teilweise umgebende Fläche des neuen Campings ist im Besitz von Bund und Land. Diese haben es an die Stadt verpachtet.

Einstweilen werden die Gäste des Campingplatzes, der eine neue Zufahrt von der Giesenallee her erhalten wird, mit einem Provisorium vorliebnehmen müssen: Toiletten, Duschen und Waschgelegenheiten finden in massiven Containern Platz, ebenso die Rezeption. Man suche noch einen Anbieter, der am Campingplatz Dinge des täglichen Bedarfs verkaufen will. Ab dem Herbst nach er Saison- soll dann der Campingplatz weiter ausgebaut werden. Insgesamt sind rund 1,7 Millionen Euro für den Platz veranschlagt.

Gelände ist schon gerodet: Auf dieser Wiese sollen die Stellplätze des neuen Campingplatzes angelegt werden. Die Fläche, die bis zur Fulda (rechts) reicht, ist bereits mit einem Bauzaun (im Hintergrund) zum Gebäude des früheren "Fulda-Camps" hin abgegrenzt worden.

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