Ehemaliges Versorgungsamt wird abgerissen

Neue Mietwohnungen entstehen an Frankfurter Straße in Kassel 

+
Soll einem Neubau weichen: Das ehemalige Versorgungsamt an der Frankfurter Straße wird für ein Neubauprojekt abgerissen. An der Stelle entstehen 335 Wohnungen.

Südstadt. Das ehemalige Versorgungsamt an der Frankfurter Straße wird abgerissen. An dessen Stelle entstehen 335 Mietwohnungen, Gewerbeflächen und ein Lebensmittelgeschäft. 

Käufer der leerstehenden Landesimmobilie ist die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/ Wohnstadt. Sie will 106 Mio. Euro in das Neubauprojekt in der Südstadt investieren. Weil die Planungen noch am Anfang sind, ist mit einem Baustart vor 2021 nicht zu rechnen.

Der Stadtbaurat Christof Nolda (Grüne) hatte jüngst in einem Interview der HNA bereits angedeutet, dass es entsprechende Pläne gibt. Über den Käufer und dessen genaues Vorhaben wurde bislang aber noch Stillschweigen bewahrt. Nachdem nun der Kaufvertrag mit dem Land Hessen besiegelt ist, geht Hessens größtes Immobilienunternehmen an die Öffentlichkeit. Die Zustimmung des Haushaltsausschusses des hessischen Landtages scheint nur noch eine Formsache.

25 Prozent Sozialwohnungen

Von den 335 geplanten Wohnungen sollen 25 Prozent Sozialwohnungen werden, teilt ein Unternehmenssprecher mit. Günstiger Wohnraum war in Kassel zuletzt immer stärker gefordert worden.

Nach dem Abriss des 60er-Jahre-Behördenbaus sollen auf der Fläche mehrere Gebäude entstehen. Direkt an der Frankfurter Straße ist eine Straßenrandbebauuung vorgesehen, die sich an den benachbarten Häusern orientiert. Im Erdgeschoss sollen Ladenflächen mit insgesamt 3500 Quadratmetern entstehen. Auch eine Tiefgarage mit 285 Parkplätzen wird entstehen.

An der Einmündung zur Heinrich-Heine-Straße ist ein etwas höheres Gebäude vorgesehen mit einem vorgelagerten Quartiersplatz. In dessen Erdgeschoss soll ein Lebensmittelgeschäft Platz finden. Direkt gegenüber befindet sich heute bereits eine Tegut-Markt. Durch die Einbindung eines Grundstücks auf der rückwärtigen Rembrandtstraße entsteht zusätzlicher Raum für Wohnungsneubau.

Wohnstadt suchte länger

„Wir möchten uns schon seit einigen Jahren sehr viel stärker in Kassel engagieren und waren auf der Suche nach einer passenden Fläche für ein großes Neubauprojekt“, sagte Dr. Constantin Westphal, Geschäftsführer der Unternehmensgruppe. Mit der Frankfurter Straße sei man nun fündig geworden.

Das achtstöckige Behördenhochhaus mit dem anschließenden Flachbau an der Frankfurter Straße 84a steht seit anderthalb Jahren leer. Es ist in einem desolaten Zustand. So hatten sich Risse in der Fassade gebildet. Eine Sanierung wäre zu teuer geworden. Ein Gutachten hatte den Investitionsbedarf auf 14 Mio. Euro beziffert.

Das Hessische Amt für Versorgung und Soziales war deshalb im Frühjahr 2017 in ein frei gewordenes SMA-Gebäude umgezogen.

Hier sollen die Wohnungen entstehen:

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.