Drei-Felder-Halle wird ab Sommer gebaut

Neue Sporthalle am Auestadion: Das sind die preisgekrönten Entwürfe

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Der Siegerentwurf: Das Büro h.s.d. Architekten (Lemgo) überzeugte die Jury mit seinem Entwurf. Um die Fassade der Halle aus Trapezblech soll eine Art Spalier, an dem Pflanzen hochranken können.

Kassel. Die Pläne für die neue Drei-Felder-Halle am Auestadion nehmen Gestalt an: Bei einem Architektenwettbewerb sind die drei besten Entwürfe für die Halle ausgewählt worden.

Am besten hat dem Preisgericht unter Vorsitz von Architekturprofessorin. Brigitte Häntsch ein Entwurf des Büros h.s.d. Architekten aus Lemgo gefallen.

Der Siegerentwurfsieht einen kompakten quadratischen Baukörper vor, der L-förmig hinter der bestehenden Aueparkhalle entstehen soll. Vor die Fassade aus Trapezblech soll als eine Art zweite Haut eine spalierartige Holzkonstruktion gesetzt werden. An ihr sollen Pflanzen hochranken, sodass sie der Neubau behutsam an die benachbarte Karlsaue anschließt, die unter Denkmalschutz steht.

Die Erstplatzierung beim Wettbewerb bedeutet nicht unbedingt, dass dieser Entwurf auch realisiert wird. Alle drei Preisträger sind noch im Rennen für die Umsetzung. Bis zum Jahresende soll entschieden werden, wer den Zuschlag bekommt. Bei dem Vergabeverfahren wird über die Qualität des Entwurfs hinaus auf die konkrete Umsetzbarkeit und die Einhaltung des Kostenrahmens geachtet.

2. Preis: Der Entwurf des Büros Bayer & Strobel Architekten (Kaiserslautern) sieht eine grünliche Metallfassade vor.

Den zweiten Preis erreichte das Büro Bayer & Strobel (Kaiserslautern) mit einer dezent gestalteten Halle. Die in grünlich-gräuliche Metallfassade trägt der Nähe zum Park Rechnung, über ein durchgehendes Fensterband sollen die Sportler auch nach draußen gucken können.

3. Preis: Herbert Hussmann Architekten (Berlin) schlägt einen massiv wirkenden Sockel mit einer aufgesetzen Fassade aus gelochtem Metall vor.

Der dritte Preis ging an Herbert Hussmann Architekten (Berlin). „Die klare Trennung in einen massiv scheinenden Sockel und eine leichte Metallfassade interpretiert in moderner Weise die benachbarte Aueparkhalle“, heißt es in der Begründung der Jury.

Wie berichtet, soll bereits im Sommer mit dem Bau der Drei-Felder-Halle begonnen werden. 2019 soll sie in Betrieb gehen. Die Halle soll für das Transfer- und Anwendungszentrum Sport (TASK) von Stadt und Uni genutzt werden, aber auch für Vereine und Hochschulsport zur Verfügung stehen. 

Warum die Halle 6,9 Millionen Euro kostet

Die Kosten für Neubau der Drei-Felder-Halle sowie einen modernen Kunstrasenplatz teilen sich Stadt, Land und Uni. Insgesamt sind 6,9 Mio. Euro für das Vorhaben veranschlagt – eine stattliche Summe. Die Drei-Felder-Halle am Wilhelmsgymnasium, die 2009 fertiggestellt wurde, hat lediglich 3,8 Mio. Euro gekostet. Wir haben bei der Stadt nachgefragt, warum die neue Halle fast doppelt so teuer ist.
Die Begründung:
• In den Gesamtkosten ist auch der Umbau eines alten Hartplatzes zu einem Kunstrasenplatz enthalten. Darauf entfallen Kosten in Höhe von 850 000 Euro der Summe – bleiben immer noch 6 Mio. Euro für die Halle.
• Die Baupreise seien seit 2009 deutlich gestiegen, sagt Stadtsprecher Sascha Stiebing. Auch die Nebenkosten für Architekten und Fachingenieure hätten sich nach einer Reform der Honorarordnung deutlich erhöht. Zudem änderten sich immer wieder technischen Vorschriften, zum Beispiel für Brandschutz oder Wärmeschutz, und verursachten Mehrkosten.
• Der Baugrund auf dem Gelände an der Damaschkestraße ist sehr weich, sodass eine aufwändig Pfahlgründung nötig sein wird.
• Für die Sportstudien im TASK-Zentrum von Stadt und Uni werden spezielle Messvorrichtungen eingebaut, außerdem sind in den Neubau neben der reinen Sporthalle mit Umkleiden und Sanitäranlagen zusätzliche Büroräume für das Anwendungszentrum in dem Gebäude integriert.
• Die Nachbarschaft zum Gartendenkmal Karlsaue erfodert eine besonder Fassadengestaltung. „Eine Standardhalle ist hier nicht umsetzbar“, erklärt Stiebing. (rud)

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