Zunehmende Verkehrsprobleme

Neuer Vorstoß für einen Fernbus-Bahnhof am Auestadion

Vorschlag für neuen Fernbusbahnhof: Gastronom Günther Reeb vor seinem „Eppos Clubhaus“ an der Damaschkestraße. Foto: Fischer

Kassel. Jeden Tag quälen sich zahllose Fernbusse durch die Stadt auf dem Weg zum Bahnhof Wilhelmshöhe. Unbefriedigend für alle Beteiligten. Nun gibt es einen neuen Vorstoß.

Alles, was für einen neuen Fernbusbahnhof nötig wäre, ist am Auestadion beispielsweise bereits vorhanden. Der Kasseler Gastronom Günther Reeb (Eppos Clubhaus) ist überzeugt, dass an der Damaschkestraße eine gute Alternative zum vorhandenen Fernbusbahnhof am ICE-Bahnhof Wilhelmshöhe zu schaffen wäre. Und zwar ohne größeren baulichen und finanziellen Aufwand für die Stadt.

Die wachsende Zahl von Fernbussen, die sich täglich von der Autobahn quer durch die ganze Stadt zum Bahnhof Wilhelmshöhe und zurück quälen, sorgt seit langem für Kritik aus der Stadtverordnetetenversammlung und dem Ortsbeirat des besonders vom zusätzlichen Verkehr betroffenen Stadtteils Wehlheiden. Nach der Öffnung des deutschen Marktes und dem Fall des Bahnmonopols auf deutschen Fernstrecken Anfang 2013 hat der Fernbusverkehr explosionsartig zugenommen.

Zurück zur Autobahn: Immer mehr Fernbusse (im Bild auf der Auestadion-Kreuzung) rollen zum ICE-Bahnhof Wilhelmshöhe.

Die Preise für die Bustickets liegen weit unter den Kosten für Bahnfahrten. Die Busunternehmen bieten jetzt zahlreiche tägliche Verbindungen quer durch Deutschland und Europa mit Zustieg in Kassel an. Diese Entwicklung wird sich nach Einschätzung von Fachleuten weiter fortsetzen. Wehlheidens Ortsvorsteher Norbert Sprafke (SPD) rechnet künftig mit zusätzlichen Nachtfahrten der Fernbusse. Wegen der zentralen Lage werde Kassel künftig „zum nationalen Drehkreuz für den Fernbusverkehr“.

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Auch die Busunternehmen sind nicht glücklich mit den unfreiwilligen Stadtrundfahrten, bei denen die Busse etwa 45 Minuten Zeit verlieren, bis sie wieder zurück auf der Autobahn sind. Für die Unternehmen ist wichtig, dass der Fernbusbahnhof für die Kunden leicht zu erreichen ist. Das wäre am Auestadion der Fall. Dort halten mehrere Straßenbahn- und Buslinien sowie die Regiotram. Bis zur Autobahn 49 sind es nur wenige hundert Meter.

Ortsvorsteher Sprafke hatte das Auestadion als neuen Standort vorgeschlagen. Auch in der Stadtverordnetenversammlung gibt es viel Sympathie für die Idee, mit der die Stadt ein Problem ohne größeren Aufwand rasch lösen könnte.

Von Jörg Steinbach

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