Platz in der Südstadt

Ortsbeirat setzt sich für Verschönerung des Brückner-Kühner-Platzes in Kassel ein

+
Im Mai 2004 eingeweiht: Der Brückner-Kühner-Platz im Auefeld ist in die Jahre gekommen. Der Ortsbeirat wünscht sich eine ergänzende Gestaltung. Die Text-Lichtskulptur (Mitte) wird derzeit nur noch von der Markuskirche aus angeleuchtet.

Kassel. Er ist ein Herzstück der oberen Südstadt, das nach dem Willen des Ortsbeirates mehr Pflege und Aufwertung erfahren sollte: der Brückner-Kühner-Platz.

Der 2004 neu gestaltete Platz sei etwas in die Jahre gekommen und teilweise ungepflegt, bringt es Ortsvorsteherin Kerstin Saric (Grüne) auf den Punkt. Zwischen den Betonsteinen macht sich Unkraut breit, und die poetische Text-Lichtskulptur, in die Zitate des Kasseler Schriftsteller-Ehepaares Christine Brückner und Otto Heinrich Kühner eingearbeitet sind, leuchtet inzwischen nicht mehr von innen.

Zudem wünsche sich der Stadtteil neben den einzelnen existierenden Bänken eine Sitzgruppe und weitere Schattenspender, so der Ortsbeirat. Ziel soll es sein, den Platz an der Markuskirche und der Auefeldschule so zu gestalten, dass er noch mehr ein einladender Treffpunkt im Quartier wird.

Das Dichterhaus: In diesem Reihenhäuschen in der Auefeldsiedlung lebten und arbeiteten Christine Brückner und Otto Heinrich Kühner bis zu ihrem Tod.

Um über solche Wünsche für eine ergänzende Planung zu sprechen, sollen in einer der nächsten Sitzungen Vertreter des Umwelt- und Gartenamtes der Stadt Kassel eingeladen werden.

Sorge bereitet den Stadtteilvertretern auch das nahegelegene Dichterhaus, in dem das bekannte Schriftstellerehepaar jahrzehntelang lebte und das seit 1997 Gedenkstätte, Literaturmuseum und Geschäftsstelle der Stiftung Brückner-Kühner ist.

Friedrich Block

Es werde immer schwieriger, die Arbeit der Stiftung fortzusetzen, erläuterte Geschäftsführer und Kurator Dr. Friedrich Block während der Ortsbeiratssitzung. Denn durch die anhaltend niedrige Zinssituation sei man gezwungen, an die Rücklagen zu gehen. Block: „Aus eigener Kraft ist das langfristig nicht zu schaffen. Da braucht es Hilfe auch über die Möglichkeit der städtischen Förderung hinaus.“ Deshalb hoffe man künftig auf mehr Unterstützer, Förderer und Menschen, die sich ehrenamtlich beispielsweise auch im Freundeskreis der Stiftung oder auch handwerklich zum Erhalt des Hauses engagieren. Der Ortsbeirat sagte seine Unterstützung zu, diesen wichtigen musealen Raum und einzigartigen Ort zu erhalten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.