Eissporthallen-Inhaber setzt weiter auf Schwerpunkt Eishockey

Simon Kimm zu neuer Kasseler Event-Arena: „Das ist realisierbar“

Kassel. Als möglicher Nutzer der Event-Arena von Unternehmer und Hotelier Herbert Aukam soll Handball-Bundesligist MT Melsungen ein Thema sein.

Die Verantwortlichen des Vereins wollten gestern einen Kontakt zu Aukam allerdings nicht bestätigen. Zumal sie zurzeit mit der Messe Kassel über eine weitere Nutzung der Rothenbach-Halle verhandeln.

„Wir haben einen gültigen Vertrag mit der Messe Kassel“, erklärte MT-Vorstandsvorsitzender Axel Geerken. „Wenn sich im Anschluss daran neue Möglichkeiten eröffnen, dann sind wir grundsätzlich für Gespräche in diese Richtung offen.“ Der Vertrag mit der Messe Kassel gilt bis zum Ende dieser Saison, soll aber bis 2017 verlängert werden.

Simon Kimm, Inhaber und Betreiber der benachbarten Eissporthalle, reagierte gelassen auf die Ankündigung Aukams, denn er hatte diesen Schritt erwartet. „Grundsätzlich halte ich ein solches Projekt für realisierbar. Wenn mehrere zueinanderpassende und solvente Partner es gemeinsam angehen, dann habe ich keine Zweifel, dass solch eine Halle auf die Beine gestellt wird. Aber da werden noch zwei, drei Jahre ins Land gehen“, erklärte Kimm.

Sorge, dass ein solches Projekt zu einer großen Konkurrenz für die Eissporthalle werde, hegt Kimm nicht. „Das beißt sich nicht. Denn das Geschäft mit Großveranstaltungen wie Konzerten ist ganz schwer zu kalkulieren und hat allein bei der Terminbuchung eineinhalb bis zwei Jahre Vorlauf.“ Der Eissporthallen-Betreiber betont: „Wir wollen vor allem vernünftig finanziertes, sportlich attraktives Eishockey bieten und sehen unseren Schwerpunkt weiterhin beim Eissport.“

Kimm hatte im vergangenen Jahr selbst unter anderem mit der Aufsichtsratsvorsitzenden der MT Melsungen, Barbara Braun-Lüdicke, über ein gemeinsames Hallenprojekt gesprochen – für Veranstaltungen, Handball und Eishockey unter einem Dach. „Diese Gespräche sind sachlich und fair verlaufen, aber wir sind nicht auf einen gemeinsamen Nenner gekommen“, erläutert Kimm.

Was auch daran lag, dass bei einem solchen Multihallenprojekt eine zweite Eisfläche für den Trainingsbetrieb der Eissportler dringend nötig wäre.

Lesen Sie dazu auch:

- Unternehmer Herbert Aukam: In Südstadt entstand „Hotelwelt“

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