Da machen die Kleinen große Augen

HNA-Test: Neuer Spielplatz an der Karlsaue bietet für alle Altersgruppen etwas

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Beliebt: Ein überdimensioniertes Holzauto steht auf dem Hügel des Spielplatzes. Samuel (von links), Fiona, Johan sowie Thea und Mathilda (vorne) streiten sich ausnahmsweise nicht ums Lenkrad.

Kassel. Die Wiedereröffnung war von vielen Kindern und Eltern herbeigesehnt worden. Nun wurde der große Spielplatz an der Kasseler Landaustraße nach einem halben Jahr Umbau eröffnet. Kinder haben das Spielparadies für uns getestet.

Der Spielplatz Landaustraße, unmittelbar an der Karlsaue, ist einer der großen Anziehungspunkte für Familien mit Kindern. Mit dem Spielplatz in der Goetheanlage und dem Wasserspielplatz auf dem Buga-Gelände gehört er zu den größten der insgesamt 153 öffentlichen Spielplätzen in der Stadt. Nun war es an der Zeit, das 1951 angelegte Spielareal aufzumöbeln. Das Besondere: An der Planung wurden Kinder und Eltern beteiligt.

370.000 Euro hat die Stadt in die Sanierung und die Erweiterung investiert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, wie unser Spielplatztest belegt. Mathilda (5), Thea (5) Marlene (2) und Samuel (2) haben die neuen Spielgeräte beim trubeligen Eröffnungstag am Mittwoch erobert.

Die Spielgeräte

Auf 17.500 Quadratmetern Fläche bietet der Spielplatz ein breites Spielangebot für große und kleine Kinder. Zu den neuen Hauptattraktionen zählen ein Rutschenelefant sowie ein großes Klettergerüst mit Hängebrücke, Baumhaus und unterschiedlichen Möglichkeiten, für die Kinder zu hangeln und zu balancieren. „Das gefällt uns am besten“, waren sich die Vorschulkinder Mathilda und Thea einig.

Zudem gibt es neuerdings eine Kleinkinderrutsche, einen Holzjeep zum Beklettern und ein weiteres Klettergerüst in Fischform. Der Sandkastenbereich wurde deutlich erweitert, und auch eine neue 30 Meter lange Seilbahn wurde aufgestellt. Die weiteren Spielgeräte wie Schaukeln, Babyschaukeln, Reifenkarussel, Reifenschaukel, Wippe und Wackelbrücke aus Gummimatten wurden überarbeitet. Auch der Bolzplatz wurde erneuert.

Highlight des neuen Spielplatzes: Das neue, goße Klettergerüst mit Wackelbrücke, Hangel- und Balanciermöglichkeiten kommt bei Kindergarten- (im Bild die fünfjährige Mathilda) und Grundschulkindern gut an.

Was postiv auffiel

Samuel gefällt das Rutschenhäuschen aber fast noch besser als die Rutsche.

Die Planer des Spielplatzes haben an alle Altersgruppen gedacht. So gibt es unterschiedliche Rutsch-, Schaukel- und Klettermöglichkeiten für jedes Alter. Fast kein anderer Spielplatz in Kassel bietet so ein breites Angebot. Am Eröffnungstag waren besonders die Elefantenrutsche und das große neue Kletter- und Hangelgerüst stark belagert. Die Spielgeräte in Tier- und Autoformen wurden mit viel Liebe zum Detail geschaffen. Es wurde auf Plastik verzichtet. Auch der vergrößerte Sandkasten (der neue Sand ist toll) wird seine Buddelfans finden. Wer nicht buddeln will, macht es wie die zweijährige Marlene und balanciert auf der Umrandung aus Holzstämmen. Für die größeren Kinder sind der Bolzplatz, ein Basketballkorb und die beiden Tischtennisplatten interessant.

Auch wenn es bei der Eröffnung und vermutlich auch in den nächsten Tagen noch sehr voll auf dem Spielplatz sein wird, gibt es wegen der Weitläufigkeit der Anlage kein Gedränge. Der Spielplatz war bei der Eröffnung sauber, was auch an den vielen neuen Mülleimern liegen mag.

Was besser werden kann

Leider ist die neu aufgestellte Seilbahn sehr schwergängig, das Zurückholen des Sitzes für Kinder ein Kraftakt. „Viel zu langsam“, findet die fünfjährige Mathilda. Vielleicht musss sich die Bahn erst warmlaufen? Ansonsten muss nachgebessert werden.

Auch wäre es schön, wenn Teile des Sandkastens beschattet werden könnten. So ist die Sandfläche, in der ja überwiegend die Jüngsten buddeln, der prallen Sonne ausgesetzt. Grundsätzlich aber bietet das große Areal mit seinem Baumbestand ausreichend schattige Plätzchen.

Beim Rutschenhaus ist der Abstand zwischen den einzelnen Latten der Holzverkleidung so groß, dass ein Kinderfuß darin stecken bleiben kann. Samuel brauchte Hilfe, um sich zu befreien.

Obwohl bereits mehr Bänke auf dem Gelände aufgestellt wurden, fehlen noch Sitzmöglichkeiten im Bereich des Sandkastens. Auch sind mehr Fahrradständer nötig, da viele Eltern mit dem Rad kommen.

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