Mehrere Wege im Park gesperrt

Sturm zerstörte Bäume in Kasseler Aue - Hand von Figur abgeschlagen

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Hand ab: Ein Baum beschädigte diese Statue der Eirene während des Sturms in der Aue in kassel.

Kassel. Die griechische Friedensgöttin Eirene hat es erwischt: Im Sturm „Friederike“ stürzte ein Baum in Richtung der Skulptur an der Kasseler Karlswiese und schlug ihr die Hand ab.

Aber dies ist längst nicht der einzige Schaden, den der Sturm in der historischen Parkanlage angerichtet hat.

Wegen des aufgeweichten Bodens, in dem die Wurzeln wenig Halt finden, hatten die Bäume dem Wind wenig entgegenzusetzen.

16 Bäume seien dem Sturm in der Karlsaue zum Opfer gefallen, sagt Natascha Callebaut, Sprecherin der Museumslandschaft Hessen-Kassel (MHK). Zehn Bäume seien komplett entwurzelt worden, sechs weitere seien angeschoben worden. Das heißt, die Bäume sind teilweise entwurzelt und stehen schief. „Das ist in der Regel das Todesurteil für den Baum“, sagt Callebaut.

Entsprechend viel zu tun haben die MHK-Mitarbeiter dieser Tage. Am Montag waren Forstwirte mit Kettensägen im Einsatz, um zumindest einige Parkwege nach dem Strum "Friederike" passierbar zu machen. Am Küchengraben war eine Eiche soweit in Schieflage geraten, dass sie gefällt werden musste. Auch eine 150 Jahre alte Eiche stürzte um – zudem mehrere 40 bis 50 Jahre alte Birken und Ahorne.

Wind und Wasser setzten ihm zu: Einer von 16 Bäumen in der Karlsaue, der dem Sturm „Friederike“ zum Opfer fiel. Im feuchten Boden finden die Wurzeln zu wenig Halt. 

Dort, wo nicht die Bäume die Wege blockieren, erschweren große Wasserlachen das Fortkommen der Spaziergänger und Jogger. Teilweise haben sich durch die anhaltenden Regenfälle und das Tauwetter große Seenlandschaften auf den Wiesen der Karls-aue gebildet. Weil das Grundwasser in der Aue bis knapp unter die Oberfläche reicht, bilden auch Eichen dort nur flache Wuzeln aus. Entsprechend windanfällig sind sie.

Die Situation ist nicht neu: Die um 1700 angelegte Karls-aue war ursprünglich ein Auengebiet, das von beiden Seiten von Armen der Fulda umflossen wurde. Entsprechend häufig herrscht Land unter.

Seen statt Wiesen: Wie hier in der Nähe des Aueteichs wurden in der Karlsaue etliche Bereiche überflutet.

Die MHK bittet die Besucher, die Sperrungen der Parkwege zu beachten. Während des Sturms hätten sich – trotz der Warnungen – viele Jogger und sogar Spaziergänger mit Kinderwagen in der Karlsaue aufgehalten, sagt Callebaut. Bis zum Wochenende sollen alle Sperrungen aufgehoben werden.

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