Kletterrosen begrünen Gebäude hinter Auestadion – Netz aus Edelstahldrähten

Task-Sporthalle ähnelt bald Dornröschenschloss

Wurden jetzt gepflanzt: 67 Kletterrosen und 13 weitere Kletterpflanzen sollen die Fassade begrünen.
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Wurden jetzt gepflanzt: 67 Kletterrosen und 13 weitere Kletterpflanzen sollen die Fassade begrünen.

Die neue Task-Sporthalle hinter dem Auestadion erhält eine ungewöhnliche Fassadenbegrünung.

An einem Netz aus Edelstahldrähten wachsen vor allem Kletterrosen. Sie begrünen so das Gebäude, das vergangenes Jahr fertiggestellt wurde. Die Drei-Felder-Sporthalle wird von der Universität und von Kasseler Sportvereinen genutzt. Der Bau hatte etwa 6,3 Millionen Euro gekostet. Das Land Hessen hatte sich mit 2,4 Millionen Euro beteiligt. 1,5 Millionen Euro hatte die Universität Kassel getragen.

Dass die Task-Halle ein blühendes Paradies für Vögel und Insekten werden soll, hat nicht nur ökologische Gründe. Auch zur besseren gestalterischen Einbindung des Neubaus in unmittelbarer Nachbarschaft zur Insel Siebenbergen hatten sich die Planer für die begrünte Fassade entschieden.

Die im gekürten Entwurf des Büros Habermann Decker Architekten aus Lemgo noch vorgesehene Rankkonstruktion aus Holz wurde allerdings nicht umgesetzt. Die Bauunterhaltung wäre über die Jahre zu aufwendig gewesen, teilt die Stadt mit. Deshalb habe man die Entwürfe überarbeitet und sich für ein Netz aus Edelstahldrähten entschieden, das sich vom Erdboden der Halle bis zur Dachkonstruktion in zehn Meter Höhe erstreckt. In einem Abstand von zwei Metern vor der Fassade wachsen daran die Kletterpflanzen und werden das Gebäude mal fast vollständig verdecken.

Im Sommer 2020 eröffnet: Die Task-Sporthalle hinter dem Auestadion.

Insgesamt 67 Kletterrosen in unterschiedlichen Sorten und 13 weitere Kletterpflanzen wurden gepflanzt. Dabei hat man auf Rosen gesetzt, die bereits vor drei Jahren kultiviert wurden und bereits zwei Meter erreichen. „Viele der Sorten entwickeln – einmal eingewurzelt – bis zu vier Meter lange Jahrestriebe“, heißt es aus dem Rathaus.

Nicht nur für Insekten werde damit ein üppiges Nahrungsangebot bereitgestellt, auch Vögel fänden Nahrung. Etliche der Rosen bilden Früchte, die im Winter gerne genascht werden. Zudem ist die Begrünung in einigen Jahren ein optimaler Nistplatz.

Neben der Universität Kassel nutzen die Kasseler Vereine TG Wehlheiden, TSG Wilhelmshöhe und ACT Kassel die Halle. Diese Vereine sind normalerweise in der Königstorhalle untergebracht. Weil diese aber aktuell saniert wird, wurden die Vereine im Sommer 2020 ans Auestadion verlegt. Wegen der Corona-Pandemie ruht aber aktuell der Sportbetrieb. (Bastian Ludwig)

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